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Ripple-News: Kraken streicht XRP – Rang 4 geht an Polkadot

Ripple XRP
© Michaela Richter, Bitcoin-Kurier

Lesedauer für den Artikel: 2 Minuten

Kompakt:

  • Die Klage der SEC gegen Ripple hat XRP vom US-Markt verdrängt.
  • Nun schließt sich auch Kraken an und streicht den Handel für US-Kunden.
  • Durch den Wegfall des US-Marktes verliert XRP den Rang der viertgrößten Kryptowährung.

Damit ist XRP langsam, aber sicher bald vollständig vom US-Markt verschwunden. Kraken kündigte gestern an, dass man den Handel für US-Kunden am 29. Januar einstellen wird. Immerhin werden US-Kunden weiter in der Lage sein, XRP auf die Exchange ein- und auszuzahlen sowie dort zu hinterlegen. Auch die Verteilung des Spark-Token-Airdrops wird dadurch nicht beeinflusst.

Für allen anderen Kunden geht der Handel wie gewohnt weiter und Kraken wird genau wie der Rest der Branche sehr genau beobachten, wie das Verfahren gegen Ripple Labs verlaufen wird. Sollte man sich doch gegen die Security and Exchange Commission vor Gericht durchsetzen, dann könnte der Handel theoretisch wieder aufgenommen werden.

Damit gesellt sich Kraken mit seiner Ankündigung relativ spät hinzu, nachdem Bitstamp, Coinbase und Binance.US bereits reagiert hatten. Auch Grayscale schloss XRP aus seinem Large Cap Fund aus und der eigenständige XRP Trust wurde bereits aufgelöst.

XRP verliert seinen Rang an Polkadot

Bereinigt man das Ranking um den Stablecoin Tether, dann steht XRP nicht mehr an dritter Stelle hinter Ethereum, sondern Polkadot (DOT). In den ersten beiden Wochen des Jahres 2021 hatte der DOT-Kurs eine solide Rallye hingelegt, die bereits vor dem Jahreswechsel gestartet war.

Das der US-Markt nun fehlt, macht sich also für XRP bemerkbar, denn damit fehlt einer der größten und wichtigsten Märkte. Zwar treten viele der Beschränkungen noch nicht in Kraft, viele US-Kunden dürften den Handel aber schon eingestellt haben. Aber es ist nicht nur das geringere Handelsvolumen und der Verlust auf dem dritten bzw. vierten Treppchen stehen zu dürfen, der XRP zusetzt. Im Falle einer Niederlage gilt es eine Antwort auf die Frage zu finden, wie man sich neu ausrichten will.

Ein globales Zahlungssystem, welches vielleicht auf den US-Markt verzichten muss, wirkt obskur. Gleichzeitig zeichnet sich mit der Entwicklung von CBDC in China ab, dass Staaten diesen Sektor nicht zwingend einer Technologie überlassen müssen, welche von einem Unternehmen vorangetrieben wird. Für die Pläne, die Ripple bisher hatte, wird das Verfahren also zu einer regelrechten Entscheidungsschlacht.

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