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Ripple-News: Investor klagt – Grayscale stößt ebenfalls XRP ab

© Michaela Richter, Bitcoin Kurier

Lesedauer für den Artikel: 3 Minuten

Kompakt:

  • Die Tetragon Financial Group klagt gegen Ripple und will ihr Investment zurück.
  • Das Unternehmen investierte 2019 in Ripple und die Entwicklung des XRP-Ledgers.
  • Grayscale zieht ähnliche Schlüsse wie Bitwise und stößt XRP ab.

Einer der größten Investoren in Ripple und damit in die Technologie von XRP fordert nun die Rückzahlung seines Investments ein. Tetragon war einer der Investoren, die im Jahr 2019 gemeinsam 200 Millionen US-Dollar auf den Tisch legten und sieht nun angesichts der Klage der US-Börsenaufsicht SEC einen Grund, wieder auszusteigen.

Die SEC sieht in XRP ein Wertpapier und daher in den Verkäufen durch Ripple und zwei seiner Gründer einen schweren Verstoß gegen geltendes Recht. Ripple bestreitet dies vehement und will in dem kommenden Verfahren feststellen lassen, dass XRP eine Kryptowährung ist, über die Ripple nicht mehrheitlich die Kontrolle besitzt.

Und genau bei dieser rechtlichen Auseinandersetzung nimmt die Klage von Tetragon ihren Ursprung. Doch fordert die Investmentfirma nicht nur das Geld, sondern auch, dass die Mittel von Ripple eingefroren werden sollen, bis die Ansprüche beglichen sind.

Ripple wehrt sich

Dabei ist das Vorgehen von Tetragon nicht zufällig, denn laut Ripple steht eine solche Rückforderung vertraglich zu. Und zwar nur dann, wenn XRP als Wertpapier eingestuft werden würde. Die Klage der SEC legt dies zwar nahe, aber das Ergebnis steht noch nicht fest.

Damit betrachtet Ripple die Klage von Tetragon als gegenstandslos, weil in der Sache noch nichts entschieden ist. Gleichermaßen räumt man damit aber auch ein, dass Tetragon wohl einen berechtigten Anspruch hat, wenn das Gericht in der Sache gegen Ripple entscheiden würde.

Addiert man mögliche Strafzahlungen hinzu, die im Falle einer juristischen Niederlage Ripples drohen könnten, dann wird schnell klar, warum Tetragon so harsch vorgeht. Denn dann könnte selbst ein so gut aufgestelltes Unternehmen wie Ripple in Zahlungsschwierigkeiten kommen.

Grayscale Large Cap Fund entfernt XRP

Angesichts der schwierigen Gesamtsituation kündigte Grayscale gestern an, das der eigene Large Cap Fund neu strukturiert wurde. Damit ist XRP nicht mehr Teil des Fonds und der frei gewordene Erlös aus dem Verkauf wurde auf BTC, ETH, BCH und LTC verteilt.

Vor der Entscheidung steckten gut 1,46 % des Fonds in XRP. Der Löwenanteil fällt nun mit 81,63 % auf Bitcoin (BTC) und mit 15,86 % auf Ethereum (ETH). Zusammen mit Litecoin (LTC) und Bitcoin Cash (BCH) bildete XRP also nur einen Bruchteil des Fonds.

Dennoch ist diese Entwicklung bitter, weil sie die Entscheidung des Gerichts vorwegnimmt und verdeutlicht, dass kein Vertrauen in einen Erfolg von Ripple und XRP besteht. Eine ähnliche Entscheidung wurde bereits von Bitwise getroffen, dort stieß man XRP sehr früh ab.

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