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Bitwise stößt XRP ab: Klage gegen Ripple wird zum Debakel

Ripple Moneygram
© Michaela Richter, Bitcoin Kurier

Lesedauer für den Artikel: 2 Minuten

Kompakt:

  • Gestern hat die SEC Klage gegen Ripple eingereicht.
  • Davon sind Ripple und Teile des Managements betroffen.
  • In Konsequenz stieß der Bitwise Indexfonds XRP komplett ab.

Vorgestern stimmte sich Ripple bereits öffentlich auf eine Klage der SEC ein. Gestern wurde diese tatsächlich auch seitens der US-Börsenaufsicht erhoben und einen weiteren Tag später hat dies auch direkte Konsequenzen.

Der Bitwise Indexfond liquidierte XRP im Wert von etwas über 9 Millionen US-Dollar. Damit wurde das Unternehmen dem Grundsatz gerecht, nicht in Assets zu investieren, die als registrierte Wertpapier bzw. Securities zu betrachten sind. Bitwise investiert in 10 der größten Kryptowährungen.

Der Erlös des Verkaufs wurde laut Pressemitteilung direkt wieder in andere Kryptowährungen investiert. Damit bleibt das Profil des Indexfonds erhalten, aber XRP wird nicht mehr berücksichtigt.

SEC klagt gegen Ripple

Die Security and Exchange Commission reichte Klage gegen Ripple, Brad Garlinghouse und Chris Larsen ein. Konkret geht es darum, dass wiederholt XRP durch Ripple auf dem freien Markt verkauft wurden. Auf diesem Weg wurden laut der SEC insgesamt 1,3 Milliarden US-Dollar an Einnahmen generiert.

Außerdem geht die SEC davon aus, dass Larsen und Garlinghouse durch private Verkäufe weitere 600 Milionen US-Dollar erzielten. Ferner ist die Börsenaufsicht der Auffassung, dass es sich bei allen Verkäufen um ein nicht registriertes Wertpapierangebot handelte. Eine Problematik, die zuvor immer wieder durch Experten zur Sprache kam und auch Teil von Sammelklagen wurde.

Sollte die SEC die Klage gewinnen, dann wären die Auswirkungen wahrscheinlich fatal. Denn wie der Fall von Bitwise deutlich zeigt, könnten viele Börsen und andere Dienstleister XRP aus dem Programm streichen. Schließlich müssten sie sich auf regulatorische Unsicherheiten einstellen, die sie mit echten Kryptowährungen und Utility-Token nicht haben.

XRP-Kurs rauscht in den Keller

Der XRP-Kurs brach massiv ein. Während die initiale Meldung über die Vorbereitung auf die Klage vergleichsweise geringe Auswirkungen hatte, war die Veröffentlichung der Klage selbst und die Entscheidung von Bitwise ein Katalysator für den Einbruch.

In den letzten 24 Stunden verlor der XRP-Kurs rund 34 % und steht damit zur Stunde bei gut 0,31 US-Dollar. Damit fiel der Kurs auf das Niveau zurück, welches erreicht wurde, bevor der Hype um den Spark-Token-Airdrop einsetzte.

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