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Klage gegen Ripple: Grayscale löst auch XRP Trust auf

© Michaela Richter, Bitcoin Kurier

Kompakt:

  • Erst kürzlich strich Grayscale XRP aus seinem Large Cap Fund.
  • Nun wurde auch der eigenständige XRP Trust aufgelöst.
  • Erneut stieß Grayscale dazu also XRP ab.

Der Schritt kommt nicht überraschend, sondern fast mit Vorankündigung. Nachdem Grayscale bereits Anfang Januar XRP aus seinem Large Cap Fund streichen musste, folgt nun auch der XRP Trust.

Während der Large Cap Fund an der Wertentwicklung der größten Kryptowährungen am Markt partizipieren soll, war der XRP Trust praktisch nur auf Ripples Coin fokussiert. Genau wie bei der ersten Streichung stieß Grayscale die zu diesem Zweck hinterlegten XRP auf dem Markt ab.

Anders als bei dem Large Cap Fund wird der Erlös jedoch sinngemäß nicht auf andere Investments aufgeteilt, sondern geht anteilig an die Investoren des XRP Trusts, da dieser vollständig aufgelöst wurde. Dies geht aus einer Ankündigung von Grayscale hervor. Als Grund gab man die zunehmenden Schwierigkeiten am US-Markt an, die einen Handel mit XRP gegen US-Dollar zunehmend unmöglich machen. Damit nimmt das Drama um Ripple und XRP weiter seinen Lauf.

Kein Vertrauen in Ripples Standpunkt

Die erneute Entscheidung gegen XRP ist indirekt ein Ausdruck von mangelndem Vertrauen in den juristischen Standpunkt von Ripple. Anscheinend hält man es wenigstens für wahrscheinlich, das Ripple im Verfahren gegen die SEC verlieren kann. Die ärgsten Kritiker von Ripple gehen sogar davon aus, dass nichts anderes als eine Niederlage vor Gericht zu erwarten sei.

Freilich lässt sich Grayscale nicht auf eine öffentliche Bewertung der Situation ein. Das XRP aber nun ganz aus dem eigenen Programm gestrichen ist, noch bevor eine Entscheidung durch das Gericht vorliegt, legt aber nahe, dass man vermutlich nur geringe Chancen auf Erfolg der Verteidigung sieht.

Dennoch bleibt ein Rest Hoffnung. Schließlich müsste Ripple nicht zwingend gewinnen, um ein Fortbestehen am US-Markt zu sichern. Es würde schon ausreichen, wenn der Konzern eine bezahlbare Strafzahlung erreicht und mit einem blauen Auge davonkommt.

XRP-Kurs kann sich fangen

Nach der Bekanntgabe der Klage kam es zunächst zu einem Crash. Nun, da sich die Situation am Markt etwas beruhigt hat, lassen sich zwei wichtige Bereiche identifizieren. Zum einen konnte der XRP-Kurs den Widerstand bei 0,32 US-Dollar nicht überwinden, zum anderen fand er aber erwartungsgemäß eine Unterstützung bei etwa 0,25 US-Dollar.

Nun gilt es abzuwarten, wie das Endergebnis des Verfahrens aussehen wird. Weitere Meldungen über Streichungen scheinen bereits eingepreist zu sein und können den Markt anscheinend nicht schrecken. Abhängig vom Ausgang des Verfahrens sind jedoch entsprechende Reaktionen zu erwarten.

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