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Masternodes – Grundlagen, Hosting, Pools und Anbieter

Was sind Masternodes?
Bildquelle: Engin_Akyurt, pixabay.com

Lesedauer für den Artikel: 10 Minuten

Masternodes können ein lukratives Investment darstellen. Gleichzeitig sind sie aber immer wieder ein schwieriges Thema, wenn es um die seriöse Aufbereitung geht. Denn grade bei Kryptowährungen, die sich dieser Technologie bedienen, gibt es sehr viele unseriöse Projekte.

Und selbst dann, wenn man die schlimmsten Kandidaten herausgefiltert hat, tragen viele seriöse Projekte immer noch ein hohes Risiko mit sich. In vielen Fällen noch höher als bei anderen Kryptowährungen.

Unsere Anleitung versucht also eine Brücke zu schlagen. Der erste Teil widmet sich allen Interessenten, die eine kompakte Erklärung suchen, was ein Masternode ist und wie er funktioniert. Der zweite Teil möchte den Lesern Einblicke und auch eine Checkliste an die Hand geben, die ihnen helfen soll, sich vor unseriösen Projekten zu schützen. Zum Schluss gehen wir auf Dienstleister ein, die den Betrieb eines Masternodes per Hosting oder Pool ermöglichen.

Was ist ein Masternode?

Ein Masternode ist ein Netzwerkknoten, der neben herkömmlichen auch besondere Aufgaben innerhalb des Netzwerks der jeweiligen Kryptowährung wahrnimmt. Für den Betrieb des Masternode und die Erledigung dieser Aufgaben wird der Betreiber mit Kryptowährung belohnt. Zu den Aufgaben kann gehören:

  • Transaktionen zu anonymisieren
  • Instant-Transkationen durchzuführen
  • Stimmrecht im Netzwerk auszuüben
  • Das Netzwerk selber zu überwachen

Um den Masternode betreiben zu können, ist ein Server notwendig, in der Regel reicht dafür ein relativ kleiner VPS. Alternativ gibt es eine Reihe von Anbietern, die das Hosting gegen eine Gebühr übernehmen und damit eine Menge Arbeit ersparen.

Außerdem benötigt man eine bestimmte Menge der jeweiligen Kryptowährung und muss diese Einlage dauerhaft halten, damit der eigene Node auch als Masternode qualifiziert ist. Wer sich die notwendigen Coins nicht leisten kann, der kann mit einer geringen Einlage auch zu einem Masternode Pool gehen.

Daher ist der Besitz einer Einlage – meistens durch Kauf erworben, in manchen Fällen durch Mining erstanden – immer mit dem Betrieb verbunden. Die Belohnung selbst stammt aus der sogenannten Block Reward, den sich die Masternode Betreiber mit den Minern in einem festgelegten Verhältnis teilen.

Die Belohnung kann je nach Kryptowährung eine unterschiedliche Höhe aufweisen.

Masternode ROI

Häufig wir die Belohnung, die der Betreiber erhält, im Kontext mit der geleisteten Einlage betrachtet. Daher ist häufig von „ROI“ die Rede, was „Return on Investment“ bedeutet.

Ähnlich wie bei einer Kapitalrendite wird ein Prozentwert ermittelt, der angibt, wieviel Geld der Betreiber pro Jahr bekommt. Dieser Ertrag lässt sich auch pro Tag, Woche oder Monat ermitteln und schwankt mitunter extrem, obwohl der Prozentwert zumeist fix ist.

Diese Schwankungen sind zum einen dadurch bedingt, dass die jeweilige Kryptowährung Kursschwankungen gegenüber dem Bitcoin und dem US-Dollar unterliegt, sofern sie überhaupt direkt gegen Dollar oder Euro gehandelt werden kann.

Außerdem ändert sich bei den meisten Kryptowährungen der Block Reward und wird über Jahre hinweg immer wieder reduziert. Neben dem Block Reward reduziert sich in einigen Fällen auch die prozentuale Belohnung, weil die geleistete Einlage immer höher aufgestockt werden muss (Tiered Masternode).

Die meisten seriösen Projekte haben einen Satz, der auf lange Zeit stabil bleibt, dafür aber keine Unsummen abwirft. So kostet ein Dash Masternode ca. 66.000 US-Dollar (Stand 04.10.2020) und offeriert dafür ein jährliches ROI von 5,64%.

Unterschied zu Proof of Stake

Wie man anhand dieser Beispiele sehen kann, ist Masternode-Technologie von „Proof of Stake“ abzugrenzen. Zwar muss auch hier eine Einlage gehalten werden, aber es geht nicht primär darum Transaktionen zu verifizieren. Tatsächlich schließen sich Proof of Work und Masternodes nicht aus. Häufig ist es so, dass sich Miner und Masternode Betreiber die Block Reward in einem bestimmten Verhältnis teilen.

Neben den besonderen Aufgaben bewältigt ein Masternode auch allgemeine. Dabei handelt es sich um die gleichen Aufgaben, die ganz normale Netzwerkknoten wahrnehmen. Dazu gehören in erster Linie die Verteilung, Speicherung und Verbreitung des Netzwerks selbst. Die Miner verifizieren die Transaktionen, die Nodes verteilen sie über das Netzwerk.

Ohne ausreichende Verteilung durch verschiedene Nodes – am besten so viele wie möglich – geht der dezentrale Charakter des Netzwerks verloren. Alle Kryptowährungen, die keine Masternode-Technologie einsetzen, bauen letztlich auf den freiwilligen Einsatz der Betreiber.

Somit sollen Masternodes also einen Beitrag dazu leisten, die jeweilige Kryptowährung sicherer zu machen und dafür zu sorgen, dass sie besser skaliert.  

Masternode Checkliste – Die Spreu vom Weizen trennen

Damit Sie einige Probleme vermeiden können, die mit der Wahl eines Masternode Coins aufkommen können, möchten wir ein paar wichtige Punkte zusammenfassen. Die Liste ist nicht abschließend und Sie sollten sie dort ergänzen, wo Ihre individuelle Situation es verlangt.

  • Vergewissern Sie sich, wer der oder die Entwickler sind. Betrüger sind häufig Neulinge in einschlägigen Foren und bleiben anonym. Es gibt auch anonyme Entwickler, die es gut meinen (siehe Satoshi Nakamoto), aber es ist immer Vorsicht geboten.
  • Wenn ein Premine zur Auktion angeboten wird, dann ist das ein schlechtes Zeichen. Viele junge Projekte brauchen Monate, um das nötige Geld zu bekommen, oder bewerben sich erst mal bei kleineren Exchanges. Spenden durch die Community sind ebenfalls durchaus üblich. Es ist möglich, dass sich die anonymen Entwickler an den Auktionen bereichern und diese außerdem manipulieren.
  • Ein Premine bedeutet außerdem, dass der Entwickler mitunter eine riesige Anzahl an Masternodes betreiben kann. Dezentral ist das nicht. Er streicht außerdem riesige Summen an Rewards ein. Er behält eine Monopolstellung. Ein Premine sollte gering bzw. angemessen sein, er ist nicht grundsätzlich schlecht.
  • Ein möglichst hoher ROI ist keine Erfolgsgarantie. Viele etablierte Projekte haben einen ROI unter 25% p.a., und selbst das ist noch sehr hoch, wenn Sie es mit anderen Anlagen vergleichen.
  • Wenn ein Masternode Coin bereits auf Exchanges notiert ist, dann machen Sie sich über die Marktdaten schlau. Wo ist er notiert, wie hoch ist der Markt kapitalisiert, welches Volumen kommt zustande?
  • Wie ist das Projekt auf Social Media aufgestellt? Es ist nicht falsch, einen Discord Channel anzubieten. Eine gesunde Community ist aber immer auf mehreren Kanälen erreichbar, wenn auch nicht immer gleichmäßig aktiv.
  • Achten Sie auf funktionierende Websites. Betrüger bauen simple Mockups, damit das Projekt zumindest den Anschein erweckt, legitim zu sein.
  • Wenn Sie dazu in der Lage sind: Stöbern Sie im Code! Fehler und Ungereimtheiten lassen sich dort nicht verstecken. Jedes Projekt sollte auf GitHub eingesehen werden können. Wenn dies nicht der Fall ist, dann ist äußerste Vorsicht geboten.

Wie bei allen anderen Anlagen gilt auch hier: Beziehen Sie im Zweifelsfall immer einen professionellen Anlageberater mit ein.

Masternode Hosting

Wer sich leisten kann, genug Coins von einer Kryptowährung zu kaufen, der wird vor das Problem gestellt, einen Masternode selber zu hosten. Für technikaffine Nutzer wird das kein Problem darstellen, aber einen gewissen Aufwand muss man regelmäßig für die Wartung leisten. Außerdem muss man auch den Server selber bezahlen.

Wer sich die Mühe sparen will oder gar nicht in der Lage ist, selber zu hosten, der kann auch direkt zu einem Anbieter wechseln, der die Arbeit komplett übernimmt. Dadurch, dass die Anbieter auf diesem Gebiet spezialisiert sind und die Ressourcen bündeln, sind sie in einigen Fällen kaum teurer als die Miete für einen VPS.

Einen Masternode selber hosten

Ein VPS ist ein kleiner, virtueller Server, den man zumeist bei einem Anbieter mietet. Auf ihm wird der eigentliche Masternode betrieben. Das Anmieten ist deshalb sinnvoll, weil man beispielsweise eine statische IP braucht, um den Masternode betreiben zu können. Damit ist der VPS aus technischer Sicht der vitale Bestandteil, wenn man selber einen Masternode betreiben möchte.

Pauschal empfehlen sich Pakete, die Folgendes anbieten:

  • 2 CPU-Kerne
  • 2 GB RAM
  • 3 TB Bandbreite
  • Min 40 GB SSD (mehr, wenn das Netzwerk älter ist)

Bei der Wahl des Betriebssystems scheiden sich die Geister. Allgemein empfiehlt sich Linux, weil es zum Betrieb von Servern das beste System ist. Welche Distribution ist persönliche Geschmackssache. Außerdem ist Linux gratis erhältlich.

Es kann aber problematisch sein, wenn man kein Wissen oder Vorerfahrung zu Linux oder Windows Server hat. Denn neben der Konfiguration zum Start des Nodes, müssen auch irgendwann Updates eingespielt werden.

Die Konfiguration des Masternodes erfolgt an zwei Enden, einmal auf dem VPS und einmal in einer Konfigurationsdatei für den Wallet.

Allnodes

Bei Allnodes handelt es sich um einen Anbieter mit Sitz in den USA. Neben einer hohen Bandbreite an Kryptowährungen bietet Allnodes neben dem Hosting von Masternodes auch einen Staking Service an, der aber noch auf die Kryptowährung Pivx limitiert ist. Nutzer können ihr Konto nur im Guthaben führen. Dazu lädt man es mit wenigstens 10 US-Dollar oder mehr auf. Danach kann man einen oder mehrere Masternodes hosten und Allnodes stellt dafür auch Schritt-für-Schritt-Anleitungen bereit. Damit können auch Anfänger relativ leicht einsteigen, müssen sich aber u. a. auch um die Selbstverwahrung der Coins kümmern.

Der Dienstleister bietet folgende Möglichkeiten an:

  • Hosting von Dash, NEM, Divi, Horizen, Energie, Zcoin, Syscoin, PIVX, Stakenet, Wagerr, Blocknet, Polis, NIX, Phore, Crown, ION und GINcoin.
  • Bei monatlicher Zahlung kostet ein Masternode Hosting zwischen 2,50 – 5,00 US-Dollar. Lediglich NEM und Horizen sprengen mit 20 und 10 US-Dollar etwas den Rahmen.
  • Zahlt man direkt für ein Jahr, reduzieren sich die Kosten.
  • Die Zahlung selbst kann man mit PayPal, Kreditkarte oder Alipay vornehmen.
  • Außerdem werden auch Kryptowährungen über Coinpayments akzeptiert. Daher kann man die Kosten seines Masternodes beispielsweise direkt aus den Rewards bezahlen, ohne vorher in Euro oder Dollar wechseln zu müssen.

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Masternode Pools

Wem das nötige Geld fehlt, um sich genug Coins für einen Masternode zu leisten, der kann einen Bruchteil kaufen, der zum Betrieb nötig wäre und damit zu einem Pool gehen. Dort wird er für den geleisteten Beitrag anteilig belohnt. Dieses System ermöglicht es mit relativ geringem Einsatz passive Einnahmen zu generieren. Vergleicht man die Kosten für das Investment in eine etablierte Kryptowährung, dann wird schnell klar, warum viele Nutzer auf einen Pool setzen.

Der Nachteil des Pools ist, dass man die Kontrolle über seine Coins abgibt. Denn man zahlt diese ein. Damit bringt man dem Anbieter ein hohes Vertrauen entgegen. Hat dieser einen Datenverlust, leidet unter einem Hack oder verschwindet einfach, dann kommt man nicht mehr an sein Geld.

Mit Nodepools Bitcoin verdienen

Bei Nodepools handelt es sich um einen Service, der seine Kunden anteilig in Masternodes investieren lässt. Dadurch kann man auch mit geringem Kapital ein passives Einkommen generieren, muss aber dafür dem Anbieter auch vertrauen. Das Unternehmen hinter Nodepools hat seinen Sitz in Georgien.

Außerdem registriert man sich bei Nodepools unter Angabe seines Namens und seiner Adresse. Als Besonderheit kommt hinzu, dass man nicht in den Coins ausgezahlt wird in die man investiert hat, sondern man bekommt im Gegenzug Bitcoin zurück. Einzahlen kann man entweder in der gewünschten Kryptowährung, in die man investieren möchte oder in Bitcoin. Entscheidet man sich für letzteres, dann fällt eine Gebühr für das Wechselgeschäft an.

Das Angebot von Nodepools umfasst außerdem:

  • Ein Investment muss mindestens 50 US-Dollar betragen.
  • Angeboten werden Investments in Dash, PIVX, Zcoin, Merebel, SafeInsure, SafeCapital und MalwareChain.
  • Der Anbieter erhebt eine Gebühr von 20 Prozent, die er von den Einkünften abzieht.
  • Die Rendite lässt sich auf der Website bequem berechnen.
  • Keine Mindestlaufzeit für das Investment.

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