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Wechsel bei der SEC – Ripple erhofft sich gute Zusammenarbeit

Wiese mit Schriftzug
Bildquelle: Gerd Altmann, pixabay.com

Lesedauer für den Artikel: 3 Minuten

Kompakt:

  • Die kommende Biden-Administration hat sich für einen neuen SEC-Chef entschieden.
  • Gary Gensler wird das Amt antreten, wie aus einer Mitteilung hervorgeht.
  • Der CEO von Ripple begrüßte die Entscheidung und setzt auf Zusammenarbeit.

Morgen Abend wird Joe Biden das Amt des US-Präsidenten antreten und Donald Trump offiziell ablösen. Seiner Amtseinführung gehen politische Unruhen in den USA voraus, die zuletzt sogar Todesopfer bei den umstrittenen Protesten rund um das Kapitol forderten. Abseits dieser erschütternden Entwicklungen gibt es für die Blockchain-Industrie in den USA einen kleinen Lichtblick.

Denn gestern gab das Büro des noch nicht amtierenden Präsidenten bekannt, welche Personen eine Reihe von Ämtern bekleiden werden. Darunter auch den Chefposten bei der Security and Exchange Commission. Gary Gensler soll den Posten unter Biden erhalten und damit betritt ein Spieler das Feld, der über nachgewiesene Expertise im Bereich der Kryptowährungen und der Blockchain-Technologie verfügt.

Das Gensler vielleicht eine Rolle im Verfahren gegen Ripple spielen könnte, scheint ebenfalls eine Hoffnung zu sein, die mit Genslers Amtsantritt verknüpft ist. In erster Linie erhofft man sich aber wohl mehr Offenheit gegenüber Reformen.

Ripple CEO freut sich auf Zusammenarbeit

Bei Ripple hatte man sich in den letzten Wochen darauf beschränkt, die Klage durch die SEC als Politikum zu diskutieren. Das die Anklagepunkte weniger von einer missmutigen und scheidenden Trump-Administration geprägt sind, sondern von sachlichen Aspekten, schien dabei eine geringere Rolle zu spielen.

Anscheinend will man weiter darauf setzten, den Anlass der Klage auf regulatorische Unklarheiten zu schieben, denen man nun zum Opfer fällt. Dabei hatte Ripple eine Menge Zeit, sich darauf vorzubereiten. Bisher hat man jedoch primär nur das Narrativ genährt, das Ripple vollkommen apart von der Kryptowährung XRP zu betrachten sei.

Doch genau die Tatsache, dass dies nicht in jeder Hinsicht so ist, fällt dem Unternehmen auf die Füße. Nun äußerte sich Brad Garlinghouse via Twitter, dass er sich auf die Zusammenarbeit mit der neuen SEC-Führung unter der gesamten Administration unter Präsident Biden freut. Ripple wird wahrscheinlich weiter versuchen, den Streit mit einer Einigung beizulegen. Der mögliche Verlust des US-Marktes ist für das Unternehmen und damit auch für XRP nicht hinnehmbar, daher tut man gut daran, um ihn zu kämpfen.

Führungswechsel hat nicht immer Einfluss

Ein Wechsel an der Spitze der SEC ist nichts Neues und schon häufig wurden solche Führungswechsel medial mit falschen Erwartungshaltungen überladen. So änderte in der Vergangenheit beispielsweise kein einziger Wechsel etwas an der Tatsache, dass die SEC die Bedingungen für einen Bitcoin-ETF bis heute nicht erfüllt sieht.

Ob Ripple mit Gary Gensler nun die besseren Karten erwischt, bleibt also abzuwarten. Eine möglichst gütliche Einigung wäre jedenfalls wünschenswert.

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