Venezuelas Zentralbank soll über Einlagen in Bitcoin und Ethereum verfügen

Öltanker
Bildquelle: David Mark, pixabay.com

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Sanktionen? Nicht mit uns!

Einem Artikel von Bloomberg zufolge könnte die Zentralbank Venezuelas schon bald Einlagen in Bitcoin und Ethereum verwalten. Angestoßen wurde die Idee wohl durch den verstaatlichten Ölkonzern „Petroleos de Venezuela SA“.

Dieser leidet schwer unter den US-Sanktionen und kann Zahlungen immer wieder nur auf Umwegen empfangen. Der Zahlungsverkehr in US-Dollar ist praktisch ausgeschlossen und die landeseigene Währung wertlos. Gleichzeitig ist das Öl aber auch eine wichtige, vielleicht sogar die einzige Lebensader Venezuelas.

Im August musste eine Zahlung in Höhe von 700 Millionen US-Dollar in chinesischen Yuan transferiert werden, weil sich kein Institut für die Abwicklung finden ließ. Daher sollen Kryptowährungen schon in naher Zukunft eine größere Rolle für den Außenhandel spielen.


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Dann doch mit Bitcoin

Da die USA auch die venezolanische Kryptowährung, den Petro, mit Sanktionen belegt hat, muss man sich nun nach Alternativen umsehen. In den letzten Monaten wurden bereits mehrere Maßnahmen ergriffen, um die Adoption im Land voranzutreiben.

Und so kommt es, dass Bitcoin und Ethereum schon sehr bald nicht nur ein Zahlungsmittel werden könnten, sondern vielleicht auch eine Bitcoin-Reserve der Zentralbank entstehen könnte. Würde es dazu kommen, dann wäre das sensationell. Denn bisher gibt es nur ein Land auf der Welt, was Bitcoin-Reserven halten soll.

Angeblich ist Bulgarien im Besitz von 200.000 Bitcoin, allerdings könnte es sich dabei auch schlicht um ein Gerücht handeln. Denn die fraglichen Einlagen wurden nicht erwirtschaftet, sondern sollen aus Straftaten beschlagnahmt worden sein.

Bad news!

In gewisser Hinsicht könnte sich eine staatliche Bitcoin-Adoption als schwierig erweisen, denn diese könnte den Bitcoin zum Spielball politischer Interessen werden lassen. Das war bisher nicht der Fall. Hier scheint bisher die größte Befürchtung im Bereich der Geldwäsche zu liegen.

Sollte Venezuela tatsächlich Öl gegen Bitcoin tauschen, dann könnte sich das schlagartig ändern. Es gäbe zwar einige Hindernisse, so zum Beispiel die Suche nach einer Exchange, die auch entsprechende Liquidität bietet und den Staat als Kunden akzeptiert.

Aber sobald sich ein solcher Deal finden ließe, so wären neuerliche Sanktionen nicht weit. Wenn sich das, was sich zunächst als Gerücht breit macht, tatsächlich bewahrheiten würde, dann würde Bitcoin spannenden Zeiten entgegenblicken.

Quelle: Bloomberg

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