Regulierung

Nexo erzielt überraschende Einigung mit US-Regulatoren

Gerichtsgebäude

  • Abgesehen von einem Punkt einigt sich Nexo mit den US-Regulatoren aller Bundesstaaten.
  • Es steht weiterhin der Vorwurf im Raum, ein nicht registriertes Wertpapier in Umlauf gebracht zu haben.
  • Nexo muss insgesamt 45 Millionen Dollar an Strafe zahlen, wovon die Hälfte an die SEC fällt.

Nachdem die Büros von Nexo in Sofia durchsucht und in Bulgarien eine Regierungskrise ausgelöst wurde, gibt es nun endlich wieder positive Nachrichten für den Krypto-Lender. Man hat sich nach langem Streit mit der SEC zumindest teilweise einigen können.

Auch mit den Regulatoren der 8 US-Bundesstaaten kommt es zu einer Einigung. Im Kern einigt man sich darauf, die Vorwürfe weder zuzugeben noch zu bestreiten. Gleichzeitig zogen die Regulatoren alle anderen Anschuldigungen zurück. Damit bezieht sich die Einigung also nur darauf, dass Nexo mit dem Earn-Produkt ein nicht registriertes Wertpapier in Umlauf gebracht hat. Außerdem zieht sich Nexo vom US-Markt zurück, was aber bereits im Dezember geschehen ist.

45 Millionen Dollar Strafzahlung

Im Rahmen der Einigung zahlt Nexo 22,5 Millionen US-Dollar Strafe an die SEC und die gleiche Summe nochmal an die 8 Bundesbehörden. Aufseiten von Nexo zeigte man sich deswegen sehr positiv gestimmt und Mitgründer Antoni Trenchev ließ in einer Pressemitteilung verlauten:

“Wir sind zufrieden mit dieser einheitlichen Resolution, die allen Spekulationen über die Beziehungen von Nexo zu den Vereinigten Staaten ein klares Ende bereitet. Wir können uns jetzt auf das konzentrieren, was wir am besten können – nahtlose Finanzlösungen für unser weltweites Publikum entwickeln.”

Antoni Trenchev, Nexo

Etwas Luft zum Atmen

Die neuen Entwicklungen geben Nexo also wieder etwas Luft zum Atmen und dürften dem Unternehmen Zeit geben, sich auf die Probleme in Bulgarien zu konzentrieren. Hier wird dem Unternehmen nämlich unter anderem Geldwäsche zur Last gelegt. Ein Vorwurf, welcher sich nicht allzu schnell aus der Welt schaffen lassen dürften. Denn hierbei handelt es sich nicht um zivilrechtliche, sondern strafrechtliche Ermittlungen.

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