Regulierung

El Salvador will neues Krypto-Gesetz verabschieden

El Salvador Landesflagge
Bildquelle: jorono, pixabay.com

  • El Salvador will ein beispielloses Kypto-Gesetz verabschieden.
  • Der Entwurf enthält unter anderem rechtliche Definitionen zu Stablecoins und Token.
  • Die Novelle legt u. a. den Grundstein für die sogenannten „Volcano Bonds“ zur Finanzierung der Bitcoin City.

Nach Einbruch am Kryptomarkt galt der kleine südamerikanische Staat El Salvador schon als gescheitertes Kryptoprojekt. Doch noch hat man hier nicht aufgegeben. Neben einem Krypto-Sparplan, in dem El Salvador einen Bitcoin pro Tag kauft, gibt es nun auch ein neues Gesetz, die El Salvador bald zu einem internationalen Standort für Krypto machen könnte.

Eine weitere Funktion des geplanten Gesetzes dürfte es sein, eine rechtliche Grundlage für die Bitcoin Bonds zu schaffen. Dabei handelt es sich um eine tokenisierte Anleihe, welche das geplante Projekt der Bitcoin City finanzieren soll. Das neue Gesetz wurde gestern zur Verabschiedung vorgelegt.

Beispielloses Krypto-Gesetz

Die Krypto-Anwältin Ana Ojeda Caracas stellte auf Twitter die wichtigsten Punkte des neuen Gesetzes zusammen. So ist unter anderem eine Erstellung eines Verzeichnisses aller Anbieter digitaler Assets geplant. Weiterhin wird die Legalisierung aller Kryptowährungen damit möglich, während CBDC als digitales Zentralbankgeld nicht Teil der Novelle sind. Sie fallen unter das regulatorische Regime für Fiat-Währungen.

Besonders interessant ist, dass im Gesetz eine erste rechtliche Definition von Stablecoins und Token implementiert werden soll, welche neue Standards für Projekte und Anleger schaffen könnte. Außerdem soll es eine staatliche Regulierungsbehörde für das gesamte öffentliche Angebot digitaler Vermögenswerte geben und auch Steuervorteile für Investoren und Anleger wurden in Aussicht gestellt.

Stimmen zum Gesetz

Allgemein war die Reaktion auf die Veröffentlichung der Regierungspartei von El Salvador sehr positiv. Gerade nach den Vorfällen der letzten Monate im Krypto-Space, schaffen Maßnahmen wie angemessene Regulierung deutlich mehr Vertrauen bei Anlegern. Durch einen weiteren Schritt in die richtige Richtung, avanciert El Salvador zu einem heißen Kandidaten, der schon bald ein internationaler Dreh- und Angelpunkt für die Branche werden könnte.

Doch es gab natürlich auch Kritik an dem neuen Gesetz. Vor allem der aktivistische Hacker Mario Gomez, sieht das Risiko der Einflussnahme durch ausländische Unternehmen, die in El Salvador Standorte aufbauen und dann Einfluss auf die Regierung nehmen könnten. Und tatsächlich dürfte das neue Gesetz einige Unternehmen anlocken und die Wirtschaft des armen Landes beflügeln, wie aber die politischen Entwicklungen darüber hinaus laufen werden, bleibt noch abzuwarten.

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