USA: Security and Exchange Commission lehnt Bitwise Bitcoin ETF ab

Leerer Korb
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Keine Freigabe – schon wieder

Erneut lehnt die SEC den Start eines Bitcoin ETF ab. Die US-Börsenaufsichtsbehörde tat damit das, was Marktbeobachter bereits erwartet hatten. Denn bisher hat es nicht an Anträgen gemangelt, alleine im August 2018 lehnte man gleichzeitig 9 Vorschläge ab.

In der Vergangenheit berief man sich wiederum auf Gründe, welche bereits im März 2017 festgelegt wurden und später auch zur Ablehnung des Winkelvoos ETF geführt hatten. Somit schließt sich der Kreis und auch im Jahr 2019 zeigt sich, dass der Markt aus Sicht der Behörde noch nicht reif ist.

Dabei betont die SEC immer wieder, dass sie keine grundsätzlichen Probleme sieht, die einen Bitcoin ETF überhaupt ausschließen. Somit bleibt immer wieder die Betrachtung der Begründungen, die im Einzelfall zu einem Ausschluss führen.


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Marktmanipulation bleibt ein Stolperstein

Ein sehr bemerkenswerter Umstand liegt in der Tatsache, dass durch Bitwise behauptet wurde es gäbe massive Manipulation am Markt. Insgesamt ging man davon aus, dass 95% des Marktes in irgendeiner Form manipuliert sei. Eigentlich der denkbar schlechteste Start, um sein Ziel zu erreichen, aber man wollte diese Behauptung entkräften.

Denn Bitwise gab in dem Antrag an, die ehrlichen 5% des Marktes gefunden zu haben und eindeutig identifizieren zu können. Der ehrliche Handel findet laut Bitwise auf 10 Exchanges statt, von denen man dann den Bitcoinpreis ableiten wollte. Dies sollte wiederum dem Schutz der Investoren dienen.

Doch die SEC konnte oder wollte der Begründung nicht folgen, denn Bitwise habe nicht hinreichend bewiesen, dass beide Teile des Marktes tatsächlich voneinander getrennt sind. Durch die fehlende Unterscheidung macht es aus Sicht der Behörde gar keinen Sinn auf einen legitimen Markt hinzuweisen.

Brauchen wir das?

Bitcoin war früh darauf angewiesen erwachsen zu werden. Denn auch die Versuche die Technologie einzudämmen starteten sehr früh. Allen Widerständen zum Trotz haben es Freiwillige und Unternehmen auf der ganzen Welt gemeinsam geschafft, Bitcoin zu dem Status zu verhelfen, den die Mutter aller Kryptowährungen heute genießt.

Manchmal sogar gegeneinander.

Der Ruf nach frischem Kapital, was den Markt wachsen lässt und die Taschen füllt, ist laut. Dennoch, es war nie das Ziel ein klassisches Anlageprodukt zu werden.

Vielleicht ist es besser, wenn das so bleibt.

Quelle: SEC

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