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Schweiz: In Zermatt darf die Steuer mit Bitcoin beglichen werden

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Bildquelle: Christophe Schindler, pixabay.com

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Bitcoin akzeptiert

Zermatt ist ein extrem beliebter Touristenort in der Schweiz, welcher in unmittelbarer Nähe zum Matterhorn und nicht unweit zur Grenze zu Italien liegt. Doch das malerische Dorf mit seinen rund 5800 Einwohner ist nicht nur bei Bergsteigern und Wintersporttouristen beliebt.

Denn seit Neuestem kann in dem kleinen Ort die Steuerschuld mit Bitcoin beglichen werden. Dazu hat die Bitcoin Suisse AG ein Terminal aufgestellt, dass es ermöglicht, die Gemeindesteuer direkt mit Bitcoin zu bezahlen.

Damit ist Zermatt nun die zweite Gemeinde, die Bitcoin-Zahlungen in Ausübung des Öffentlichen Dienstes akzeptiert. Zuvor akzeptierte Zug bereits im Jahr 2016 Bitcoin-Zahlungen für Dienstleistungen der Gemeinde.

Bitcoin-Akzeptanz lässt auf sich warten

Abseits der Debatte, ob Bitcoin ein Zahlungsmittel oder ein Wertspeicher ist, kann noch nicht von einer breiten Akzeptanz gesprochen werden. Um so wichtiger ist der Gedanke Bitcoin in das Licht der Öffentlichkeit zu rücken.

In diesem Fall übernimmt die Bitcoin Suisse das Wechselgeschäft und zahlt der Gemeinde Schweizer Franken aus. Hier liegt jedoch die Krux. Obwohl Bitcoin das Zahlungsmittel sein kann, welches eine direkte Transaktion zwischen zwei Parteien ermöglicht, braucht es immer noch Zahlungsdienstleister.

Ohne diese Brücken geht es nicht, denn nur wenn Kursschwankungen vermieden werden, können sich mehr Akzeptanzstellen öffnen.

Dämpfer für Deutschland

Bereits im letzten Jahr kündigte BitPay an, sich aus Deutschland zurückzuziehen. Anlass dafür sind die regulatorischen Auflagen, die der Zahlungsdienstleister hätte erfüllen müssen. Grundsätzlich könnte das Unternehmen an den deutschen Markt zurückkehren, doch bisher sieht es nicht danach aus.

Damit fehlt es in Deutschland genau an der Infrastruktur, die in den beiden Schweizer Gemeinden mit Modellcharakter entstanden ist. Die Akzeptanz von Bitcoin steht in Deutschland immer noch vor dem gleichen Henne-Ei-Problem.

Niemand akzeptiert Bitcoin, weil der benötigte Zahlungsdienstleister fehlt. Gleichzeitig bewegen sich die Zahlungsdienstleister nicht an den deutschen Markt, weil die Akzeptanzstellen fehlen, mit denen sie Geschäfte machen könnten. Der Umstand, dass die Gesetzgebung in diesem Fall nicht grade entgegenkommend wirkt, kommt erschwerend hinzu.

Positiv wirken hier Leuchtturmprojekte wie etwa ShopinBit. Der Onlinehandel akzeptiert ausschließlich Kryptowährungen als Zahlungsmittel und will damit ein Zeichen setzen.

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