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Larry Fink: Bitcoin und Krypto sind Flucht in die Qualität

Larry Fink
Larry Fink (l.) neben Duncan Niederauer (r.) im Jahr 2014 | Bildquelle: Financial Times via Flickr.com (CC BY-SA 2.0)

  • Fink äußerte sich in einem Interview zum Kursanstieg von Bitcoin.
  • Initial hatte eine Falschmeldung den Markt bewegt.
  • Dennoch konnte sich Bitcoin nahe der Marke von 30.000 US-Dollar halten.

Larry Fink offenbarte in einem Interview seine Sichtweise auf die jüngste Bewegung am Markt. Demnach würden die Anleger eine Flucht in die Qualität antreten, indem sie verstärkt auf Krypto setzen. Damit überraschte der BlackRock CEO die Öffentlichkeit, denn kurz zuvor veröffentlichte das Social-Media-Team von Cointelegraph eine Falschmeldung auf dem Kurznachrichtendienst „X“.

Darin wurde behauptet, dass der Spot-Bitcoin-ETF von BlackRock die Zulassung in den USA bekommen hätte. In Reaktion auf die Meldung stieg der Bitcoin-Kurs auf 30.000 US-Dollar an. Die Stimmung schlug jedoch schnell wieder um, weshalb diese Marke nach wie vor das obere Ende der Range repräsentiert, in der sich Bitcoin seit Monaten bewegt. Für Fink war die Reaktion ein sicheres Zeichen für eine Veränderung im Denken der Anleger. Wörtlich sagte er, dass die Anleger nach Qualität suchen würden und mit Krypto die Flucht in diese Richtung antreten.

Tatsächlich ist der Ausblick auf viele andere Assets eher ungewiss, denn durch steigende Zinsen und eine explodierende Staatsverschuldung in den USA, kommen Zweifel auf, ob sich andere Anlagen halten können. Der Konflikt in Israel und der Krieg in der Ukraine verschärfen diese Probleme neben der Handlungsunfähigkeit des US-Kongress zusätzlich.

ETF-Anträge wurden ergänzt

In den letzten Tagen wurden außerdem die laufenden ETF-Anträge ergänzt. Primär passten einige Antragsteller die Offenbarungspflicht an und gaben u. a. zusätzliche Risiken preis, welche Anleger eingehen würden, wenn sie einen Spot-Bitcoin-ETF kaufen würden.

BlackRock nahm gestern ebenfalls Änderungen vor, nachdem Invesco, Fidelity und Ark Invest damit etwas früher gestartet waren. Laut den Dokumenten geht es bei der Anpassung von BlackRock aber um das Reporting und Preismechanismen.

Eine andere Interpretation lautet also, dass der Markt auf diese Anpassungen bullish reagiert hat und tatsächlich fallen sie ungefähr in den gleichen Zeitraum mit der Falschmeldung.


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Wohin geht die Reise für Bitcoin?

Am Ende bleibt jedoch abzuwarten, ob das bullische Momentum aufrechterhalten werden kann. Denn Bitcoin bewegt sich immer noch in einer Range und von einem erfolgreichen Ausbruch kann erst gesprochen werden, wenn sich der Kurs oberhalb von 32.500 US-Dollar etabliert. Vorzugsweise sollte das mit einem Retest geschehen oder mit einem Momentum, das den Preis weit oberhalb dieses Bereichs drückt.

Experten wie Eric Balchunas rechnen eigentlich mit einer Zulassung im kommenden Jahr. Sollte die These stimmen, dass die jüngsten Anpassungen die Anleger bullish gestimmt haben, dann positionieren sie sich also für einen Start im Januar oder spekulieren vielleicht sogar auf einen Startschuss Ende 2023.

Bislang zeigte sich die SEC ablehnend, was sicherlich auch durch dadurch bedingt ist, dass man gegen verschiedene Akteure am Markt Härte beweisen will. Die Klagen gegen Coinbase und Binance laufen noch. Im Fall von Ripple hat man bislang nur einen Teilerfolg erzielen können, aber eine Berufung kann nach Abschluss immer noch angestrebt werden. Im Ergebnis muss sich also zeigen, ob die SEC am Ende tatsächlich wie so oft postuliert in die Ecke gedrängt wird oder ob sie am längeren Hebel sitzt.

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