Szene

Bitcoin knallt nach Falschmeldung durch die Decke

Gummiente mit Zeitung im Schnabel
Bildquelle: © stock.adobe.com

Nachtrag vom 18.10.2023: Die Redaktion von Cointelegraph hat den Vorfall aufgearbeitet. Demnach war man auf einen vermeintlichen Screenshot aus dem Bloomberg Terminal hereingefallen, der über Social Media verbreitet worden war. Genaue Quellenangaben wurden nicht gemacht, aber man entschuldigte sich bei den Lesern. Der entstandene Schaden durch den Kursausschlag wurde in der Zwischenzeit auf 1 Milliarde US-Dollar geschätzt.

  • Das Kryptomagazin Cointelegraph hat über X eine Falschmeldung abgesetzt.
  • In Reaktion auf die Meldung stieg Bitcoin auf über 29.000 US-Dollar.
  • Die Redaktion entschuldigte sich öffentlich und betreibt Ursachenforschung.

Eine Falschmeldung über den Kurznachrichtendienst X (ehemals Twitter) hat Bitcoin einen Höhenflug beschert. Die Redaktion von Cointelegraph vermeldete, dass der Spot-Bitcoin-ETF von BlackRock durch die SEC zugelassen wurde. Binnen Minuten stellte sich bullishes Momentum ein und der Bitcoin-Kurs wurde in die Höhe katapultiert.

Doch die Zugewinne wurden in noch kürzerer Zeit vernichtet, denn Cointelegraph stellte die Falschmeldung wieder richtig und entschuldigte sich bei den Abonnenten. Zum Zeitpunkt der Erstellung des vorliegenden Artikels hatte der Tweet rund 1,9 Millionen Impressions erreicht. Die zuvor verbreitete Falschmeldung lag vor ihrer Löschung sogar auf höherem Niveau. Dass Trader jetzt gegen die Redaktion juristisch vorgehen und Schadensersatz fordern, ist unwahrscheinlich, aber nicht gänzlich ausgeschlossen. Denn in Reaktion auf die Meldung wurden etwa 80 Millionen US-Dollar an Short-Positionen liquidiert.

Laut Cointelegraph läuft eine interne Untersuchung, um die Ursache festzustellen, warum es zu der Falschmeldung kommen konnte. Sobald ein Statement zu dem Vorfall vorliegt, werden wir unseren Beitrag dazu aktualisieren.

Der Markt wartet auf eine Entscheidung

Der Tweet war ein guter Test, wie es tatsächlich aussehen könnte, wenn ein Spot-Bitcoin-ETF in den USA bewilligt wird. Der Markt krankt an mangelnder Liquidität, was bei einem Ansturm empfindliche Folgen auf die Preisentwicklung haben kann.

Aktuell wird der Januar 2024 als mögliches Datum für eine Zulassung diskutiert. Experten gehen davon aus, dass die SEC alle ETFs gleichzeitig zulassen wird, wenn sie den Startschuss gibt. Eine Zulassung einiger ETF-Anträge bei gleichzeitiger Ablehnung anderer Antragssteller gilt hingegen als unwahrscheinlich.


Entdecke die Möglichkeiten, die Coinbase im Handel mit Kryptowährungen und Web3 bietet. Erfahre in unserem Coinbase Testbericht, wie du mit Sparplänen in digitale Assets wie Bitcoin, Ethereum oder Solana investieren kannst und vergleiche die Gebühren von anderen Anbietern.


Anleger sollten also lieber wachsam sein, wenn sie einen möglichen Breakout nicht verpassen wollen. Eine Erfolgsmeldung über eine Zulassung sollte aber vorzugsweise immer doppelt geprüft werden, bevor man sich dazu entscheidet am Markt zu agieren. Schließlich wäre zu erwarten, dass eine solche Meldung von mehreren Medien verbreitet wird und nicht nur von einem einzigen Magazin.

Die auf unserer Webseite veröffentlichten Beiträge spiegeln die persönliche Meinung der Redakteure und ihre persönliche Einschätzung der Marktsituation wider. Sie stellen keine Anlageberatung oder Empfehlungen dar. Alle Veröffentlichungen dienen der bloßen Information. Sie sind nicht an Ihre individuelle Situation angepasst und können und sollen nicht eine persönliche und qualifizierte Anlageberatung durch hierzu qualifizierte Berater ersetzen. Der Handel mit Kryptowährungen stellt immer ein Risiko dar. Sofern Sie hier angebotene Informationen nutzen, oder Ratschlägen folgen, handeln Sie eigenverantwortlich.

Das könnte dich auch interessieren

Kool Savas gibt Prognose zu Bitcoin ab: Kursziel 1 Million Euro

Robert Steinadler

Gerüchteküche brodelt: Steigt Jeff Bezos in Bitcoin ein?

Vincent Bruns

Charlie Munger: Bitcoin-Investments gehen gegen null

Robert Steinadler