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Japan will Zahlungsverkehr auf der Blockchain überwachen

SWIFT Japan Bitcoin Kontrolle
Bildquelle: skeeze, pixabay.com

Die Zukunft beginnt jetzt

Mehreren Berichten zufolge, die sich auf eine Meldung der Nachrichtenagentur Reuters stützen, möchte Japan in Zukunft den Zahlungsverkehr von Kryptowährungen überwachen. Es soll sich dabei um einen ähnlichen Mechanismus wie bei SWIFT handeln.

Wie die technische Seite der Lösung aussehen soll, ist vollkommen unbekannt. Ebenfalls bemerkenswert ist der Umstand, dass die Quelle von Reuters anonym bleibt. Es ist davon auszugehen, dass die Nachrichtenagentur trotz der Geheimhaltung eine hohe Zuverlässigkeit besitzt.

Nur der technische Aspekt ist rätselhafter, als die Quelle, welche engen Kontakt zu Regierungskreisen oder Behörden haben muss.


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Es ist eine Blockchain

Abgesehen von Kryptowährungen, die einen besonderen Wert auf die Privatsphäre ihrer Nutzer legen, sind alle klassischen Lösungen transparent. Das gilt in erhöhtem Maße auch für Bitcoin. Daher können die meisten Transaktionen sowieso zugeordnet werden.

Grundsätzlich kann über einen Bitcoin Mixer versucht werden, den Weg einer Transaktion zu verschleiern. Bestimmte Wallets, wie beispielsweise Wasabi, sind dafür extra konzipiert und mischen die Transaktionen ihrer Nutzer über CoinJoin.

Selbst wenn eine behördliche Schnittstelle geschaffen würde, wäre das also kein Schutz vor zuvor durchmischten Transaktionen.


Die Kontrolle versagt

Die Politik will so einiges gegen Geldwäsche unternehmen und übersieht dabei einen entscheidenden Faktor. Alle bisher getroffenen Maßnahmen sind in ganz großem Stil gescheitert. Wenn man sich an Modellen orientiert, die bereits im Einsatz sind, dann kauft man die gleichen Schwächen mit ein.

Sollte der Vergleich mit SWIFT also zutreffend sein, dann schließt das alle anderen Einfallstore für Geldwäsche bereits mit ein. Man kann nur hoffen, dass bei der Umsetzung diese Probleme mit einbezogen werden.

Hinzu kommt eine mittlerweile große Anzahl an Firmen, die sich auf Blockchain-Analyse spezialisiert haben. Ihre Konsultation wäre dringend nötig und anzuraten. Denn der Großteil aller Transaktionen dürfte damit zuverlässig aufgedeckt werden können. Die meisten Bitcoin-Nutzer verwenden keine Mixing-Dienste.


Die USA sind betriebsblind

Treibende Kraft hinter diesen Überlegungen sind die USA. Der US-Finanzminister, Steven Mnuchin, hatte erst kürzlich angekündigt, dass er eine gemeinsame Strategie für Kryptowährungen zum Thema für G7 machen will.

Witziges Detail: Glaubt man dem CIA-World-Factbook, dann ist Geldwäsche eines der größten Probleme der USA. Diese Problematik hat man ohne Kryptowährungen kreiert und bis heute nicht gelöst.

Wenn der eigene Auslandsnachrichtendienst zu dem Ergebnis kommt, dann muss es ja stimmen, oder?

Es geht hier ausschließlich um Macht und Kontrolle. Geldwäsche, Drogenhandel und Terrorismus sind vorgeschobene Gründe, um die Zustimmung der Bevölkerung zu gewinnen. Trotz der Tatsache, dass Kryptowährungen ein riesiges demokratisches Potential besitzen.

Handelt man hier nicht im Grunde gegen das beste Interesse aller Menschen?

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