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GBTC: Grayscale Bitcoin ETF verspricht Profite

Grayscale Logo mit Dollarnoten
Bildquelle: © Ascannio - stock.adobe.com

  • Gestern gewann Grayscale sein Verfahren gegen die SEC.
  • Die Börsenaufsicht muss jetzt den ETF-Antrag erneut prüfen.
  • Dabei würde die Genehmigung des Antrags schlagartig Geld in die Kassen der Investoren spülen.

Die Börsenaufsicht verliert in einem weiteren Verfahren und muss den ETF-Antrag von Grayscale erneut prüfen. Das Gericht sah die Begründung der SEC als unzulänglich an, was gemeinhin als positives Signal für alle anderen Anträge verstanden wird.

Das Anliegen von Grayscale unterscheidet sich jedoch wesentlich von allen anderen Antragsstellern, denn man will den Grayscale Bitcoin Trust (GBTC) in einen ETF umwandeln. Der Markt reagierte auf die Nachricht positiv, aber dennoch zurückhaltend, weil die SEC deshalb noch lange nicht zustimmen muss und Bitcoin legte 4 Prozent zu. Gemeinhin ist aber davon auszugehen, dass sie zunehmend in die Ecke gedrängt wird und bald keine guten Argumente mehr hat. Bislang sah sie das größte Problem in der möglichen Marktmanipulation, eine Argumentation, die das Gericht in ihrem Urteil explizit als unzureichend erkannt hat.

Die SEC könnte den Antrag jetzt wegen anderer Bedenken ablehnen, beispielsweise wegen Zweifel an der Verwahrung. Noch wichtiger ist jedoch das, was passiert, wenn Grayscale seinen Trust in einen ETF umwandeln darf.

Hoher Anreiz für Spekulanten

Wer in GBTC investiert hat, der kann seine Anteile nicht einfach in Bitcoin umwandeln. Außerdem zirkuliert eine hohe Menge von Anteilen auf dem Markt, während die Nachfrage danach gesunken ist. Schließlich haben Investoren die Möglichkeit, auf anderem Weg in Bitcoin zu investieren. Zudem unterliegt der Trust einigen Besonderheiten. Institutionelle Investoren müssen die Anteile nach Kauf mindestens 6 Monate halten und Privatanleger können GBTC nur über den Sekundärmarkt beziehen.

Aus diesen Gründen notiert der Preis für GBTC deutlich unter dem Wert, den die Assets des Trusts haben. In diesem Fall handelt es sich um eine große Menge Bitcoin, und zwar 643.572 BTC, was aktuell etwas mehr als 17 Milliarden US-Dollar entspricht.

Deshalb genossen viele Investoren beim Kauf zeitweise einen Abschlag zwischen 40 und 48 Prozent auf den Preis von Bitcoin. Seit Grayscale das Verfahren gewonnen hat, ist diese Differenz gesunken und liegt aktuell bei etwa 18 Prozent. Was im Ergebnis daran liegt, dass viele Investoren seit Beginn des Verfahrens darauf spekulieren, dass sie bald mit einem Plus abstoßen können.


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Sollte GBTC also in einen ETF gewandelt werden, dann verändert sich die rechtliche Struktur und das Finanzvehikel wird plötzlich effizient. Daher verschwindet die Differenz und nähert sich in der Praxis an 0 Prozent an. Aufgrund dessen explodierte gestern der Handel mit Anteilen von GBTC und der Discount verringerte sich aufgrund der Nachfrage von 24 auf 18 Prozent. Sollte die SEC am Ende den ETF aus anderen Gründen ablehnen oder verzögern, dann könnte diese Lücke wieder größer werden.

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