Sicherheit

FTX: „Hacker“ bewegt Assets – Ethereum-Kurs unter Druck

Brücke über einen Fluss

  • Der FTX-Hacker konvertiert weiter die abgezogenen Kryptowährungen der Börse.
  • Aktuell geht der Fluss zur Ren-Bridge, wo Ethereum in Bitcoin konvertiert wird.
  • Es wird immer wahrscheinlicher, dass Sam Bankman-Fried oder ein Angestellter von FTX hinter der Aktion stecken.

Der FTX-Hack bewegt immer noch die Gemüter und es wird immer wahrscheinlicher, dass der Hauptverdächtige Sam Bankman-Fried auch hier wieder seine Finger im Spiel hatte. 

Aktuell verfolgt hauptsächlich PeckShieldAlert den Hacker über die Blockchain. Durch die Ermittlungen des Research Teams ist inzwischen klar geworden, dass der Angreifer durch seinen Beutezug, auf Platz 37 der größten Ethereum-Wale ist. Doch dabei wird es wohl nicht bleiben, denn am Wochenende lag er noch auf Platz 30 mit seinem erbeuteten Vermögen. Dieses wandelt der Inhaber der Adresse weiter fleißig um.

Die Spur des Täters

Denn laut aktuellen Informationen geht die Konvertierung von Assets weiter. Zwar hat der Hacker nach allgemeinen Angaben schon einiges Geld durch schlechte Entscheidungen verbrannt, doch davon ungeachtet versucht er weitere Assets umzuwandeln. Aktuell wurden 6 Millionen Dollar in Ethereum über Ren konvertiert, die dann weiter in Bitcoin flossen. 

Es fand wenig später auch eine zweite Transaktion auf demselben Weg statt. 15.000 Ethereum (aktueller Wert ca. 17 Millionen Dollar) wurden hierbei konvertiert. Bisher fanden keine weiteren Transaktionen statt und das Team von PeckShieldAlert vermutet dahinter mangelnde Liquidität bei Ren. Durch den Verkauf bzw. die Konvertierung wird bisher ein ungeahnter Druck auf den Ethereum-Kurs ausgeübt. Dieser fiel seit Freitag um etwas mehr als 30 % auf 1.084 US-Dollar.

Ren und Alameda Research

Doch allerdings offenbaren diese Veränderungen einen neuen Blickwinkel auf den FTX-Hack. Die Ren-Bridge, die hier zur Konvertierung von Bitcoin bzw. renBTC verwendet wird, ist nicht ein beliebiges von Defi-Entwicklern gebautes Tool, sondern dessen Entwickler gehören zu Alameda Research, dem Hedgefonds des gescheiterten FTX-Gründers Sam Bankman-Fried.

Jener steht schon länger in Verdacht, in den Hack der eigenen insolventen Handelsplattform verwickelt gewesen zu sein. Doch nun wird deutlich, dass er wohl nicht nur mutmaßlich Anweisungen der Regierung der Bahamas erhalten haben könnte, sondern ihm auch die DeFi-Bridge zur Konvertierung der gestohlenen Assets gehört. Diese hatte der damals noch sehr erfolgreiche FTX-Gründer im Februar des vergangenen Jahres übernommen und damit auch die Integration seines Herzensprojektes Solana eingeführt.

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