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Ethereum ist kein Wertpapier: SEC stellt die Ermittlungen ein


Consensys hat bekannt gegeben, dass die SEC ihre Untersuchungen zu Ethereum 2.0 eingestellt hat. Auf dem Kurznachrichtendienst X sprach man von einem großen Sieg für Entwickler, Unternehmen und die gesamte Branche. Die SEC hat ihrerseits keine Mitteilung bezüglich der Einstellung der Ermittlungen veröffentlicht und damit immer noch keine direkte Einschätzung zu Ether abgegeben. 

Im Ergebnis wird es also keine Anklage durch die SEC wegen nicht genehmigter Wertpapierverkäufe geben, was zu Beginn der Untersuchungen befürchtet worden war. Dass die SEC von einer Verfolgung Abstand nehmen würde, war jedoch im Rahmen der Genehmigung der Ethereum-ETFs offensichtlich geworden. Schließlich räumte die US-Börsenaufsicht damit indirekt ein, dass Ethereum ein Rohstoff (Commodity) und kein Wertpapier ist. Weil die SEC nur bei Verstößen gegen das Wertpapierrecht aktiv werden darf, hat sie den Fall praktisch selbst beerdigt.

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Laut Consensys war die Behörde aber keinesfalls proaktiv, was die Beendigung der Untersuchungen anging. Die ETFs wurden bereits Ende Mai genehmigt und Consensys will am 7. Juni eine Anfrage bezüglich der Einstellung der Ermittlungen gestellt haben. Erst daraufhin habe sich die Behörde bewegt und den Sachverhalt bestätigt.

Consensys verklagt die SEC

Das Blockchain-Unternehmen, welches u. a. die beliebte Ethereum-Wallet MetaMask entwickelt, hatte im April eine Klage gegen die SEC eingereicht, um sich gegen die Einstufung von Ether als Wertpapier durch die Behörde zu wehren.

Mit der jüngsten Entscheidung ist diese Klage aber noch nicht vom Tisch, denn jetzt ist noch die Frage offen, wie die SEC das Anbieten der Wallet und des Stakings bewertet. In anderen Fällen ging sie dagegen vor. Darunter gegen die Krypto-Börse Kraken, die aufgrund dessen kein Staking mehr für US-Kunden anbietet und zudem eine Strafe von 30 Millionen US-Dollar zahlen musste.

Es bleiben also noch eine Reihe von Fragen offen, die tatsächlich für die gesamte Industrie von Bedeutung sind. Gleichermaßen wären andere Marktteilnehmer aber nicht aus dem Schneider, wenn Consensys seine Klage fallen lassen würde. Ein Szenario, in dem Consensys einen Frieden mit der SEC schließt, würde andere Unternehmen nicht schützen.

Keine Reaktion am Markt

Obgleich es sich um eine positive Meldung für Ethereum und die Branche handelt, gab es keine korrespondierende Reaktion am Markt. Tatsächlich dürfte die Einschätzung der SEC bezüglich Ethereum mit der Bekanntgabe der ETF-Zulassung bereits eingepreist gewesen sein.

Aktuell sitzt Ethereum bei 3.500 USD auf einem Support-Level auf, welches vorzugsweise halten sollte. Wenn das der Fall ist und die SEC, wie Experten erwarten, wirklich Anfang Juli den Startschuss für die Spot-Ether-ETFs gibt, dann könnte die Kursrallye wieder neuen Schwung erhalten. Sollte es hingegen länger dauern, dann wird es wahrscheinlich einen lauen Sommer für Ethereum geben. Denn das Chart in der Paarung ETH/BTC verrät, dass Bitcoin seit September 2022 konstant besser performt.

Anderen Altcoins, wie Solana (SOL), gelang es aber zwischenzeitlich eine bessere Performance aufzuweisen als Bitcoin. Ethereum hängt damit im Gesamtbild nach wie vor im Schlepptau von Bitcoin und wartet noch auf seinen Moment.

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