Ethereum

BlackRock & Fidelity: SEC genehmigt insgesamt 8 Ethereum-Spot-ETFs

Ethereum ETF als Schriftzug auf Bauklötzen
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Die SEC hat die 19-4b-Anträge von BlackRock, Fidelity, Grayscale, Bitwise, VanEck, Ark, Invesco Galaxy und Franklin Templeton durchgewinkt. Damit steht den Ethereum-ETFs eigentlich nichts mehr entgegen. Bevor sie jedoch an der Börse notiert werden dürfen, muss die SEC noch die sogenannten S-1-Formulare mit den Anbietern abklären.

Obwohl man diesen Schritt eher als eine Formalität betrachten darf, kann es jetzt noch eine ganze Weile dauern bis man damit fertig wird. Ein Handelsstart wird dementsprechend nicht mehr diese Woche erwartet. Wie lange es effektiv dauern wird, bis man sich einig wird, ist Gegenstand von diversen Spekulationen. Die SEC hat aber erst kürzlich damit begonnen Gespräche diesbezüglich aufzunehmen, weshalb es noch Wochen dauern könnte, bis der Startschuss für die ETFs fällt.

Experten sind von dieser Entwicklung überrascht und es könnte sein, dass es der politische Druck im Wahlkampf ist, der für die Zulassung gesorgt hat. Gegenkandidat Donald Trump setzt auf Kryptowährungen. So finanziert er sich nicht nur persönlich mit NFTs, sondern kritisierte den Kurs den Biden-Administration und versprach im Falle einer Wiederwahl bessere Bedingungen für die Industrie zu schaffen. Dies könnte dazu geführt haben, dass man wenigstens in Bezug auf regulierte Finanzprodukte die Weigerungshaltung aufgegeben hat. Der juristische Feldzug gegen diverse Unternehmen aus der Branche dürfte jedoch weitergehen, weil die SEC nicht von ihren Standpunkten abrücken will. Sie sieht in vielen digitalen Assets nicht registrierte Wertpapiere und geht deshalb gegen Anbieter und Börsen vor.

Der Markt reagiert zurückhaltend

Scheinbar ist die Zulassung der ETFs keine Meldung, welche die Anleger hinter dem Ofen hervorlocken kann. Zum Zeitpunkt der Erstellung des vorliegenden Artikels notiert Ether bei 3.750 US-Dollar.

Weil die Ethereum-ETFs genauso funktionieren werden, wie die für Bitcoin, darf man bullish gestimmt bleiben. Sollte nämlich viel Kapital in die Finanzvehikel fließen, dann könnte das positive Auswirkungen auf den Ether-Kurs haben. Allerdings bleibt abzuwarten, wie sich die Emissionsrate von Ethereum auswirkt. Anders als Bitcoin ist Ether nicht streng limitiert, daher trifft die Nachfrage zwar auf ein begrenztes, aber nicht ultimativ knappes Angebot.

Für den Gesamtmarkt dürfte der Handelsstart belebend sein, denn jetzt darf man darauf spekulieren, welches Asset als Nächstes in einen ETF eingehen wird. Obwohl viele Spekulationen dieser Art eher Wunschdenken sind, hat der Markt jetzt die Bestätigung, dass Krypto-ETFs im Rahmen des Möglichen sind.

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