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CONF3RENCE 2026 macht die Kokerei Hansa zum Eventcampus und den Eintritt kostenlos

Kokerei Hansa bei Nacht
Bildquelle: © stock.adobe.com

Am 15. und 16. September wird ein stillgelegtes Dortmunder Industriedenkmal zur Bühne für KI, Blockchain und digitale Assets. Die CONF3RENCE 2026 hat dafür sämtliche Ticketpreise gestrichen, auch die frühere VIP-Stufe. Der Bitcoin-Kurier ist an beiden Tagen vor Ort.

Die CONF3RENCE 2026 findet am kommenden Dienstag und Mittwoch auf der Kokerei Hansa in Dortmund-Huckarde statt. Veranstalter ist die SOLV3 GmbH aus Dortmund, thematisch geht es um Web3, Finance, KI, SaaS und Emerging Tech. Neu ist in diesem Jahr vor allem der Zugang. Beide Tage kosten nichts, Ticketstufen gibt es keine mehr, eine Registrierung vorab bleibt aber Pflicht, weil die Kapazität auf dem Gelände begrenzt ist. Das Leitmotiv der Veranstalter lautet „Less hype. More outcomes.“

Vom Koks zur Rechenleistung

Die Kokerei Hansa entstand 1927 und 1928 als Großkokerei und ersetzte mehrere kleinere Anlagen im Dortmunder Nordwesten. In Spitzenzeiten verließen bis zu 5.200 Tonnen Koks pro Tag das Werk, bis zu 1.100 Menschen arbeiteten dort. Am 15. Dezember 1992 lief die letzte Schicht. Seit 1995 gehört die Anlage der Stiftung Industriedenkmalpflege und Geschichtskultur, seit 1998 steht sie in der Denkmalliste der Stadt Dortmund. Heute ist Hansa Ankerpunkt der Route der Industriekultur und soll zur Internationalen Gartenausstellung 2027 als Zukunftsgarten dienen.

Für die 2024 gegründete CONF3RENCE ist das ein deutlicher Bruch mit dem bisherigen Format. Die Ausgabe 2025 lief noch im Signal Iduna Park, also in einer klassischen Veranstaltungsinfrastruktur mit Logen und Konferenzräumen. Auf der Kokerei verteilt sich das Programm nun über Hallen, Freiflächen und Stege eines Industriedenkmals. Wer schon einmal auf der Extraschicht dort war, weiß, dass das Gelände beeindruckend, aber nicht überall bequem ist. Festes Schuhwerk und wetterfeste Kleidung sind kein schlechter Rat.

Zwei Tage, zwei Programme, ein gemeinsames Gelände

Die Veranstalter trennen die Zielgruppen über das Programm, nicht über den Zugang. Beide Tage stehen allen Besuchern offen.

Tag eins am 15. September richtet sich an Unternehmen, Institutionen, den öffentlichen Sektor und Investoren. Im Mittelpunkt stehen kuratierte Bühnen, Partner-Showcases und Gespräche zwischen Entscheidern, das Ganze läuft nach Veranstalterangaben vom Vormittag bis in die Opening Night. Die Registrierung öffnet um 9 Uhr, die Eröffnungs-Keynote ist für 10.20 Uhr angesetzt, die Ausstellungsfläche ist von 10 bis 17.30 Uhr geöffnet.

Tag zwei am 16. September zielt auf Nutzer, Creator und Community. Angekündigt sind Hands-on-Demos, Onboarding-Sessions und Produktvorstellungen. Registrierung und Expo-Fläche laufen an diesem Tag von 9.40 bis 16.10 Uhr.

Die CONF3RENCE läuft dabei nicht isoliert. Sie ist Teil des Festivals FATT, das vom 15. bis 21. September auf demselben Gelände stattfindet und Technik mit Kunst, Kultur und Gastronomie verbindet. Dazu kommt die Zusammenarbeit mit der Digitalen Woche Dortmund. Zum Rahmenprogramm gehören laut Ticketshop unter anderem Installationen, Live-Formate und ein Riesenrad.

Warum der Eintritt bei der CONF3RENCE 2026 nichts kostet

Das reguläre Zwei-Tages-Ticket steht im offiziellen Shop bei 0 Euro und umfasst alle Keynotes, Panels und die Ausstellungsfläche. Die frühere VIP-Stufe ist ersatzlos entfallen. Einen Rabattcode brauchst du in diesem Jahr also nicht, auch nicht über uns. Begründet wird der Schritt mit dem Gelände selbst. Weil die Konferenz innerhalb eines öffentlichen Festivals läuft, will der Veranstalter ein Publikum erreichen, das über die Branche hinausgeht.

Aus Lesersicht bleibt vor allem ein praktischer Punkt. Kostenlos heißt nicht unbegrenzt. Die Plätze werden nach Reihenfolge der Anmeldung vergeben, ein gültiges Gratisticket ist Zutrittsvoraussetzung. Wer spontan hinfahren will, sollte sich vorher registrieren, statt sich auf die Abendkasse zu verlassen. Nach unserer Einschätzung ist bei kostenlosen Events außerdem mit einer spürbaren No-Show-Quote zu rechnen, die tatsächliche Besucherzahl vor Ort dürfte also niedriger liegen als die Zahl der ausgegebenen Tickets.

Wer auf den Bühnen steht

Der Veranstalter nennt für 2026 mehr als 200 Speaker, über 150 Partner, 29 Panels und einen C-Level-Anteil von 82 Prozent. Diese Zahlen lassen sich vorab nicht unabhängig prüfen.

Konkret bestätigt ist eine für deutsche Verhältnisse ungewöhnlich dichte Besetzung aus dem regulierten Digital-Asset-Geschäft. Christoph Hock verantwortet bei Union Investment Tokenisierung und Digital Assets. Alexander Höptner ist CEO von AllUnity, dem Gemeinschaftsunternehmen von DWS, Flow Traders und Galaxy, das im Juli 2025 als erstes Haus eine BaFin-Zulassung als E-Geld-Institut für einen Euro-Stablecoin erhielt und seitdem EURAU emittiert. Dazu kommen Cyrus Fazel als CEO von SwissBorg, Marco Bodewein als Geschäftsführer von Bullish Europe, Ferdinando Ametrano als CEO des italienischen Verwahrers CheckSig, Centrifuge-Gründer Martin Quensel sowie Frederic M. Meyer, der beim Bitkom den Bereich Blockchain leitet.

Aus dem Enterprise-Lager kommen unter anderem Vertreter von Microsoft, PwC, Santander und Merck. Die Pressemitteilung nennt darüber hinaus Google Cloud, IBM, Deloitte, Chainlink, Gemini, die Stellar Foundation und die Litecoin Foundation. Inhaltlich reicht der Bogen damit von Enterprise-KI über regulierte digitale Assets und Tokenisierung bis zu Stablecoins und neuen SaaS-Modellen.

Was von der CONF3RENCE 2026 realistisch zu erwarten ist

Auf der eigenen Website wirbt die Veranstaltung mit dem Anspruch, die größte Krypto-Konferenz der Welt zu sein. Das halten die eigenen Zahlen nicht. Für 2025 meldete der Veranstalter rund 5.000 Teilnehmer aus über 70 Ländern, ein Beobachter schätzte die Größe damals auf fünf bis zehn Prozent von Formaten wie Token2049 oder Consensus. Auch der Teilnehmerkreis war stark national geprägt, rund 80 Prozent der Besucher kamen aus Deutschland.

Genau darin liegt aber der eigentliche Wert für deutschsprachige Leser. Die CONF3RENCE ist kein globaler Deal Floor wie die European Blockchain Convention in Barcelona, sondern ein Branchentreffen mit kurzer Leitung in den Mittelstand und in die NRW-Wirtschaft. Die Nähe zur Digitalen Woche Dortmund, zu IHK, Fraunhofer-Instituten und den Hochschulen der Region bringt ein Publikum zusammen, das auf reinen Krypto-Events fehlt. Im ersten vollen Jahr unter MiCA ist das die relevantere Frage als die nächste Kursprognose, nämlich welche Anwendungen den Sprung vom Pilotprojekt in den Regelbetrieb schaffen.

Ob der Eventcampus dieses Versprechen einlöst, entscheidet sich vor Ort. Wir berichten von beiden Tagen und ordnen ein, was auf den Bühnen tatsächlich gesagt wurde.

Dein Weg zur CONF3RENCE 2026

Die Anmeldung läuft über den offiziellen Ticketshop der Veranstaltung, das Ticket gilt für beide Tage und kostet nichts. Adresse ist die Emscherallee 11 in 44369 Dortmund. Vom Dortmunder Hauptbahnhof ist das Gelände nach Angaben des Veranstalters in etwa zehn Minuten zu erreichen, mit der U47 Richtung Westerfilde steigst du an der Parsevalstraße aus.

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Mehr Informationen

Der Bitcoin-Kurier gehört zu den Medienpartnern der Veranstaltung und ist an beiden Tagen mit einem Team auf dem Gelände. Wenn du uns treffen willst, schreib uns gern vorab über unsere Kanäle. Alle Programmangaben in diesem Artikel haben den Stand vom 13. September 2026, der Veranstalter ergänzt die Speakerliste weiterhin laufend.

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