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BitMEX: Droht die Schließung durch die USA?

BitMEX US-Behörden ermitteln
© Michaela Richter, Bitcoin Kurier

Offener Schlagabtausch

Es dauerte eine ganze Weile, bis die Debatte zwischen Nouriel Roubini und Arthur Hayes ihren Weg in die Medien fand. Am Ende nannte Roubini Hayes einen Feigling, weil er befürchtete, dass Hayes sich vor einer Veröffentlichung drücken würde.

Dann wurde eine Audioversion geleakt und vor einigen Tagen kamen dann die offiziellen Videos auf YouTube. Sie bieten tatsächlich interessanten Diskussionsstoff, denn es lohnt sich immer seinen schärfsten Kritikern zu zuhören.

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Die Debatte in voller Länge

Eine Äußerung von Roubini hatte es besonders in sich. Er beschuldigte BitMEX, das Unternehmen dessen Chef Hayes ist, offen für Geldwäsche mitverantwortlich zu sein. Außerdem behauptete er, dass die Börse Kunden aus den USA bedient.


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Es könnte schlimmer kommen

Letzteres klang im Vergleich zu den restlichen Tiraden des Professors zwar eher harmlos, wiegt aber dennoch schwerer, als man zunächst denkt. Die USA verfolgen nämlich auch Firmen in Übersee, wenn sie mit US-Kunden Geschäfte machen, ohne sich an die Gesetze und Verordnungen der USA zu halten.

BitMEX operiert in Hongkong und den Seychellen und ist tatsächlich, wie jeder andere Service auch, über VPN-Dienste zu erreichen. Die IP-Adressen aus Ländern, die vom Handel auf BitMEX ausgeschlossen sind, werden auch konsequent aussortiert.

Da BitMEX über kein KYC-Verfahren im Vorfeld verfügt, gibt es also keinen effektiven Mechanismus der US-Kunden ausschließt. Das ist aber bei fast allen Krypto-Börsen der Fall.


US-Behörden ermitteln

Nun ermitteln die Behörden also auch gegen BitMEX, weil sich die Hinweise nicht mehr übersehen lassen und sogar Teil der öffentlichen Debatte sind. Zusätzlich mögen auch die jüngsten Ankündigungen des US-Finanzministers eine Rolle spielen.

Dieser hatte in einer Pressekonferenz davon gesprochen den Markt stärker regulieren zu wollen und gegen alle illegalen Aktivitäten vorzugehen.


1Broker als Exempel

Bereits gegen Ende des Jahres 2018 schlugen die Behörden zu, als sie 1Broker schlossen und die Domain beschlagnahmten. Das Unternehmen operierte von den Marshallinseln aus und musste am Ende 1 Millionen US-Dollar Strafe zahlen.

Auch hier stand der Vorwurf im Raum, dass US-Kunden bedient worden sind. Besonders brisant ist der Umstand, dass BitMEX um einiges größer ist als 1Broker. Es könnte also schlimme Folgen haben, wenn man gegen BitMEX ähnlich vorgehen würde.

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