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Bitcoin ETF: Trumps Entscheidung lässt neue Hoffnung aufkeimen

Bitcoin ETF Trump
Bildquelle: Maret Hosemann, pixabay.com

Lesedauer für den Artikel: 2 Minuten

Kompakt:

  • Der US-Präsident will den New Yorker Staatsanwalt Geoffrey Berman ablösen lassen.
  • Als Nachbesetzung wird der Vorsitzende der SEC, Jay Clayton, gehandelt. Damit würde Claytons Posten bei der US-Börsenaufsicht frei.
  • Es wird spekuliert, dass eine Neubesetzung für Clayton offener für einen Bitcoin ETF sein könnte.

Ein Bitcoin ETF war lange Zeit die große Hoffnung vieler Bitcoin-Enthusiasten. Denn damit wäre Bitcoin geadelt und an den Finanzmärkten endgültig angekommen. Außerdem frohlockten viele prominente Stimmen, dass Bitcoin durch die Decke gehen würde, wenn die Bewilligung durch die SEC vorliegt.

Aber eine Bewilligung kam in den letzten Jahren nicht und es war absehbar, dass die SEC ihre Haltung im Wesentlichen nicht ändern wird. Doch nun sorgt US-Präsident Donald Trump für Schlagzeilen. Wenige Monate vor der Wahl spielt er Stühlerücken und will sich vom New Yorker Staatsanwalt Geoffrey Berman trennen.

Berman bestritt einen Rücktritt via Twitter. Er hatte gegen Weggefährten Trumps ermittelt, was angeblich den Zorn des US-Präsidenten auf ihn gezogen haben soll.

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Nachfolger macht SEC Spitze frei

Berman, sofern er denn wirklich aus dem Amt ausscheiden sollte, soll durch Jay Clayton ersetzt werden. Damit würde auch automatisch ein Führungswechsel an der Spitze der SEC stattfinden. Somit keimen neue Hoffnungen für einen Bitcoin ETF auf.

Die Idee: Eine neue Führungsspitze bei der US-Börsenaufsicht könnte sich als nachgiebiger gegenüber den bisherigen Kritikpunkten erweisen. Dabei ist gar nicht klar, ob Claytons Nachfolger der Sache überhaupt positiver gegenüberstehen könnte als sein Vorgänger.

Schließlich sprach nicht Clayton persönlich gegen einen Bitcoin ETF, sondern eine ganze Reihe von Gründen, die von der SEC auch sehr offen kommuniziert wurden.

Bitcoin ETF braucht einen stabilen Markt

Die Ablehnung der SEC ist in erster Linie durch die vielen Unwägbarkeiten begründet. Welchen Index sollte man für Bitcoin zugrunde legen? Wie verhindert man Manipulation? Auf der einen Seite kritisiert die Bitcoin-Community Wash-Trading und die Datengrundlage von CoinMarketCap, auf der anderen Seite will sie mit einem ETF an die Börse.

Das passt nicht gut zusammen. Überhaupt muss man sich fragen, ob ein Bitcoin ETF ein würdiges Endspiel für Bitcoin ist. Ursprünglich dazu gedacht, um denen, die das Geld der Sparer verzockt haben ein Schnippchen zu schlagen, legt man genau den gleichen Leuten Opfergaben vor die Füße, um ihre Gunst für einen ETF zu erlangen.

Vielleicht ist es ganz gut, wenn Bitcoin weiter seinen eigenen Weg geht.