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Bitcoin und Ethereum ETFs in Hongkong: Was Anleger vom Start erwarten können

Stecknadel, die auf die Stadt Hongkong in China zeigt
Bildquelle: © andriano_cz - stock.adobe.com

  • Am Montag gab die Börsenaufsicht grünes Licht für Krypto-Spot-ETFs.
  • Gerüchteweise könnte der ETF-Start bereits kommende Woche erfolgen und gilt als positiv für Bitcoin und Ethereum.
  • Experten warnen jedoch, dass diese ETFs nicht den gleichen Einfluss ausüben werden, wie die auf dem US-Markt.

Dass in den USA zum Jahresanfang Bitcoin-Spot-ETFs gestartet sind, galt als richtungsweisend. Denn dieser Schritt machte Hoffnung, dass andere Krypto-ETFs ebenfalls eine Zulassung erhalten und dass man sich im Ausland an den USA ein Beispiel nimmt. Während die Chancen für einen Ethereum-Spot-ETF in den USA eher schlecht stehen, macht man in Hongkong hingegen Fortschritte.

Dort hatte die Börsenaufsicht am Anfang der Woche ihre Zustimmung zu den Spot-ETFs signalisiert. Harvest Fund Management, Bosera Asset Management und ChinaAMC wollen die Finanzprodukte in Hongkong an den Markt bringen. Neben Bitcoin sind auch Ethereum-ETFs zugelassen und wohl bereits in der Mache. Insgesamt ein positives Signal, welches den Erwartungen entspricht, denn gemeinhin war mit der Zulassung gerechnet worden. Der eigentlich Start hat sich jedoch verzögert und bislang gibt es nur vage Vorstellung davon, wann die ETFs an den Markt gehen werden.

Damit stellt sich die Frage, welchen Einfluss die Fonds zukünftig auf den Spot-Markt ausüben werden. Denn in die US-ETFs flossen Rekordsummen, die dazu genutzt wurden, BTC aufzukaufen. Zwar floss in den vergangenen drei Tagen aus den ETFs Geld ab, über den gesamten Zeitraum seit dem Start betrachtet bleibt die Bilanz aber positiv.

Experte warnt: Der Markt in Hongkong ist klein

Bloomberg-Analyst Eric Balchunas dämpfte gestern die Erwartungen an die ETFs und wies auf die geringe Größe des Marktes hin. Zudem gab er sich skeptisch, was den allgemeinen Zugang zu den Fonds betrifft. Im Vorfeld der Zulassung wurde medial immer wieder breit diskutiert, dass sich über Hongkong der komplette chinesische Markt öffnen könnte.

Allerdings ist es für Chinesen nur über Umwege möglich, an den ETFs zu partizipieren, wie Balchunas ausführte. Zudem sei der Markt dort nur 50 Milliarden US-Dollar schwer und die Gebühren für die Fonds lägen im Vergleich zu den USA sehr hoch, daher erwartet er keine signifikanten Kapitalzuflüsse nach dem Startschuss.

Balchunas beziffert seine Prognose konkret auf 500 Millionen US-Dollar, die über die ETFs in Bitcoin und Ethereum fließen könnten. Sollte sich diese Vorhersage bestätigen, dann wäre das tatsächlich eine eher geringe Summe im Vergleich zu den USA.


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Bitcoin hängt in den Seilen

Bitcoin war und ist der Motor des Kryptomarktes. Die beeindruckende Kursrally trug die Mutter aller Kryptowährungen noch vor dem Halving zu einem Allzeithoch. Das Ereignis wird am 20. April erwartet und gilt gemeinhin als bullish, weil die Rate, mit der neue BTC in Umlauf gebracht werden, halbiert wird.

Durch die geopolitische Lage ist die Kursrallye aber deutlich abgekühlt und Bitcoin sitzt im täglichen Chart auf dem horizontalen Support. Sollte der Kurs weiter einbrechen und unterhalb der Marke von 60.000 US-Dollarn abschließen, dann könnten weitere Abverkäufe folgen. Positive Faktoren, die das verhindern könnten, wäre eine Entspannung in Nahost und eine entsprechende Anpassung der Zinspolitik der Fed.

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