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Bitcoin: Dieser „ehrliche“ Indikator signalisiert jetzt einen Bärenmarkt-Boden

Bodenbildung
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Bitcoin befindet sich unverändert in einem Bärenmarkt, hat jedoch in den letzten zwei Wochen weitere charttechnische Fortschritte gemacht, die die Hoffnungen darauf wecken, dass im Bereich zwischen 58.000 und 60.000 Dollar der Boden in diesem Bärenmarkt gefunden werden kann.

Nach einem zwischenzeitlichen Fall bis an die Marke von 58.000 Dollar konnte der Kurs sich erholen und hat mit den letzten beiden Wochenkerzen den 50-Monats-Trend als charttechnischen Support klar bestätigt. Aktuell notiert der Kurs sogar wieder über dem 200-Wochen-Trend, der im Zuge der Erholung bis über die Marke von 62.000 Dollar zurückerobert werden konnte.

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Laut dem klassischen Bitcoin-Vierjahreszyklus-Modell erwartet uns ein Ende dieses Bärenmarktes im Vierten Quartal 2026. Ein Blick auf andere makroökonomische Indikatoren liefert jedoch das Argument dafür, dass zumindest der Boden in diesem Bärenmarkt bereits erreicht sein könnte. Gold bleibt ein wichtiger Orientierungspunkt für Bitcoin und liefert ein interessantes Signal.

Die Bitcoin/Gold-Ratio sendet ein vielversprechendes Signal

Gold hat Bitcoin in den vergangenen Monaten regelrecht deklassiert. Während das Edelmetall von geopolitischen Unsicherheiten, Inflationssorgen und der Suche nach sicheren Anlagehäfen profitiert hat, ist Bitcoin massiv unter Druck geraten. Gemessen in Gold hat Bitcoin zeitweise fast 70 Prozent seines Wertes verloren.

Genau diese massive Underperformance könnte nun jedoch eines der stärksten Argumente dafür liefern, dass sich der aktuelle Bitcoin-Bärenmarkt seinem Ende nähert. Denn ein Blick in die Vergangenheit zeigt ein bemerkenswertes Muster: Nach den großen Hochpunkten der Bitcoin/Gold-Ratio dauerte es in den vergangenen Marktzyklen jeweils rund 400 bis 440 Tage, bis die Ratio ihren Tiefpunkt erreicht hat. Diese Tiefpunkte fielen wiederum in die entscheidenden Bodenbildungsphasen des Bitcoin-Marktes. Nun ist dieses Zeitfenster erneut erreicht.

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Was die Bitcoin/Gold-Ratio über den Markt verrät

Die Berechnung ist denkbar einfach: Der Bitcoin-Preis wird durch den Preis einer Feinunze Gold geteilt. Kostet Bitcoin beispielsweise 60.000 Dollar und Gold 4.000 Dollar je Feinunze, liegt die Ratio bei 15. Ein Bitcoin besitzt in diesem Fall also die Kaufkraft von 15 Unzen Gold.

Eine steigende Ratio bedeutet, dass Bitcoin gegenüber Gold an Wert gewinnt. Eine fallende Ratio zeigt dagegen, dass Gold Bitcoin outperformt.

Genau deshalb ist die Kennzahl für die langfristige Analyse des Bitcoin-Marktes so interessant. Der klassische Bitcoin-Dollar-Chart zeigt lediglich, wie sich die Kryptowährung gegenüber einer Fiatwährung entwickelt. Die Bitcoin/Gold-Ratio vergleicht dagegen zwei grundsätzlich knappe Assets miteinander.

Steigt der Bitcoin-Preis in Dollar, während gleichzeitig die Geldmenge wächst, die Inflation hoch bleibt und auch Gold stark zulegt, muss ein steigender Bitcoin-Kurs nicht zwangsläufig bedeuten, dass die Kryptowährung tatsächlich relativ an Kaufkraft gewinnt. Die Bitcoin/Gold-Ratio zeigt dagegen, ob Bitcoin auch gegenüber dem ältesten monetären Wertspeicher der Welt stärker wird. Aus dieser Perspektive ist die Ratio ein „ehrlicherer“ Indikator für die relative Stärke von Bitcoin.

Bitcoin hat gegenüber Gold massiv an Wert verloren

Im Dezember 2024 hat die Bitcoin/Gold-Ratio mit einem Wert von rund 40 das letzte Zyklus-Hoch erreicht. Mit einem Bitcoin ließen sich damals also etwa 40 Feinunzen Gold kaufen. Danach setzte eine massive relative Abwärtsbewegung ein. Im Februar 2026 erreichte die Ratio schließlich einen Tiefstand von nur noch rund 12,4. Gegenüber Gold hatte Bitcoin damit innerhalb von gut einem Jahr rund 69 Prozent seiner Kaufkraft verloren.

Das ist zyklisch betrachtet ein interessantes Bodensignal. Denn extreme Phasen der Bitcoin-Schwäche gegenüber Gold markierten historisch häufig die letzte Phase eines Bitcoin-Bärenmarktes. Besonders bemerkenswert ist dabei der zeitliche Verlauf.

Bitcoin hat inzwischen mehrere vollständige Marktzyklen unter völlig unterschiedlichen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen durchlaufen. Der Bullenmarkt 2017 wurde vor allem von Privatanlegern und dem ICO-Boom angetrieben. Der Zyklus 2020 und 2021 stand im Zeichen historisch niedriger Zinsen und massiver geldpolitischer Stimuli. Der jüngste Marktzyklus wurde wiederum von Spot-ETFs, institutionellen Investoren und einer veränderten regulatorischen Landschaft geprägt.

Die Unterschiede könnten kaum größer sein. Trotzdem zeigt die Bitcoin/Gold-Ratio ein erstaunlich ähnliches zeitliches Muster. Nach dem Hoch der Ratio im Jahr 2017 dauerte es rund 416 Tage bis zum Tiefpunkt. Im darauffolgenden Zyklus vergingen rund 440 Tage. Vom Hoch im Dezember 2024 bis zum bisherigen Tief im Februar 2026 waren es rund 433 Tage.

Drei unterschiedliche Marktzyklen, aber nahezu derselbe zeitliche Abstand zwischen Hoch und Tief der Bitcoin/Gold-Ratio. Der Durchschnitt liegt bei rund 430 Tagen – oder ziemlich genau 14 Monaten.

Natürlich sind drei Marktzyklen noch kein Naturgesetz. Dennoch ist die zeitliche Symmetrie bemerkenswert, vor allem deshalb, weil es eine ökonomisch nachvollziehbare Erklärung für dieses Muster gibt.

Warum Bitcoin am Ende eines Zyklus gegen Gold verliert

Bitcoin und Gold werden häufig in einen Topf geworfen. Beide Assets sind knapp und werden als Schutz gegen die langfristige Abwertung von Fiatwährungen betrachtet. Trotzdem verhalten sie sich in schwierigen Marktphasen unterschiedlich.

Gold ist ein etablierter Wertspeicher mit einer jahrtausendealten Geschichte. Bitcoin ist dagegen ein vergleichsweise junges und hochvolatiles Asset, das von vielen institutionellen Investoren weiterhin zumindest teilweise wie ein Risiko-Asset behandelt wird.

Nimmt die Risikobereitschaft an den Finanzmärkten ab, ziehen sich Anleger zunächst aus den volatilsten Assets zurück. Bitcoin gerät unter Verkaufsdruck, während Gold von der Suche nach Sicherheit profitieren kann. Dieser Prozess verstärkt sich im Bärenmarkt. Spekulative Anleger verlassen den Markt, gehebelte Positionen werden liquidiert und Kapital fließt aus Krypto-Fonds und ETFs ab. Bitcoin verliert gegenüber Gold immer weiter an Wert.

Irgendwann erreicht dieser Prozess jedoch seinen natürlichen Endpunkt. Die spekulativen Übertreibungen des vorherigen Bullenmarktes sind weitgehend bereinigt, der Verkaufsdruck lässt nach und langfristig orientierte Investoren beginnen verstärkt zu akkumulieren. Genau in dieser Phase bildet die Bitcoin/Gold-Ratio historisch ihren Boden.

Auch der Drawdown passt ins historische Muster

Nicht nur der zeitliche Verlauf der Ratio ist auffällig. Auch die Größenordnung der Korrektur passt grundsätzlich zu den vergangenen Bitcoin-Bärenmärkten.

Im Bärenmarkt 2018 verlor die Bitcoin/Gold-Ratio rund 83 Prozent ihres Wertes. Im darauffolgenden großen Abschwung waren es rund 76 Prozent. Im aktuellen Zyklus erreichte der Drawdown zeitweise etwa 69 Prozent.

Interessant ist dabei, dass die Drawdowns von Zyklus zu Zyklus geringer werden. Von rund 83 Prozent über 76 Prozent auf nun etwa 69 Prozent. Auch daraus sollte man keine mathematische Gesetzmäßigkeit ableiten. Die Entwicklung würde allerdings zu der langfristigen Reifung des Bitcoin-Marktes passen.

Mit zunehmender Marktkapitalisierung, höherer Liquidität, institutionellen Investoren und regulierten Anlageprodukten wie Spot-ETFs könnte die Volatilität von Bitcoin langfristig abnehmen. Der aktuelle Bärenmarkt müsste dann nicht zwangsläufig die extremen Verluste früherer Zyklen wiederholen, um einen langfristigen Boden auszubilden.

Ist der Bärenmarkt damit vorbei?

So überzeugend das historische Muster erscheint, einen entscheidenden Haken gibt es: Ein Tief der Bitcoin/Gold-Ratio ist nicht automatisch der Beweis für den Beginn eines neuen Bullenmarktes.

Bislang lässt sich lediglich feststellen, dass die Ratio im Februar einen Tiefpunkt erreicht und sich anschließend stabilisiert hat. Ob daraus tatsächlich eine nachhaltige Trendwende entsteht, muss der Markt erst noch beweisen.

Dafür müsste Bitcoin beginnen, Gold dauerhaft zu outperformen. Technisch wäre es ein positives Signal, wenn die Ratio nach dem Tief höhere Tiefpunkte ausbildet und wichtige Widerstände überwindet. Erst dann ließe sich von einer nachhaltigen relativen Trendwende sprechen.

Hinzu kommt, dass die makroökonomischen Rahmenbedingungen historische Muster jederzeit beschleunigen, verzögern oder vollständig durchbrechen können. Die Bitcoin/Gold-Ratio sollte deshalb niemals isoliert betrachtet werden. Doch genau hier wird die aktuelle Situation interessant.

Die Bitcoin/Gold-Ratio ist nicht das einzige Bodensignal

Das historische Zeitmuster der Ratio tritt in einer Marktphase auf, in der auch andere langfristige Indikatoren zunehmend auf eine fortgeschrittene Bodenbildung hindeuten.

Bitcoin ist im Verlauf des Bärenmarktes in Bewertungsregionen gefallen, die historisch für langfristige Investoren interessant wurden. Der Realized Price und andere On-Chain-Bewertungsmodelle zeigen, dass sich der Markt deutlich von den spekulativen Übertreibungen des vorherigen Bullenmarktes entfernt hat.

Gleichzeitig hat der Verkaufsdruck langfristiger Bitcoin-Halter zuletzt nachgelassen. Große Teile des Bitcoin-Angebots wurden in niedrigeren Preisregionen umverteilt, während der Bereich um den langfristigen 200-Wochen-Trend erneut eine wichtige Rolle für die Stabilisierung des Marktes gespielt hat.

Keiner dieser Indikatoren kann für sich genommen den exakten Bärenmarktboden bestimmen. Entscheidend ist vielmehr die Konvergenz verschiedener Signale. Und genau hier liefert die Bitcoin/Gold-Ratio ein weiteres interessantes Puzzleteil.

Wiederholt sich der 430-Tage-Zyklus?

Im Durchschnitt erreichte die Bitcoin/Gold-Ratio rund 430 Tage nach ihrem vorherigen Hoch den nächsten zyklischen Tiefpunkt. Genau dieses Zeitfenster hat Bitcoin nun erneut durchlaufen.

Das bedeutet nicht, dass der Kurs von hier aus zwangsläufig nur noch steigen muss. Auch nach einem langfristigen Boden können volatile Korrekturen, Fehlausbrüche und monatelange Seitwärtsbewegungen folgen.

Die massive Underperformance gegenüber Gold, die viele Anleger derzeit als Zeichen der Schwäche betrachten, könnte jedoch ausgerechnet ein Hinweis darauf sein, dass die große Bereinigung bereits weit fortgeschritten ist.

Noch muss Bitcoin beweisen, dass es gegenüber Gold tatsächlich eine nachhaltige Trendwende einleiten kann. Sollte die Geschichte jedoch erneut ihrem bisherigen Muster folgen, könnte der Februar 2026 im Rückblick eine entscheidende Wegmarke gewesen sein.

Damit steht die Bitcoin/Gold-Ratio aktuell im direkten Widerspruch zum klassischen Vierjahreszyklus. Während dieser ein Ende des Bärenmarktes erst im vierten Quartal erwarten lässt, liefert der relative Vergleich mit Gold Argumente dafür, dass der Boden bereits hinter uns liegen könnte. Welches der beiden Modelle am Ende recht behält, werden die kommenden Monate zeigen. Für langfristige Anleger bleibt jedoch entscheidend, dass sich die Hinweise auf eine fortgeschrittene Bodenbildung zunehmend verdichten.

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