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Bitcoin: Darum lässt die Zinsentscheidung den BTC-Kurs kalt

Bitcoin Münzen mit Chart
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  • Die Fed erhöht den Leitzins nicht, sondern hält ihn zwischen 5,00 bis 5,25 Prozent.
  • Der Entscheidung ging eine abgekühlte US-Inflation voraus.
  • Der Bitcoin-Kurs konnte davon jedoch nicht profitieren.

Die Fed tat gestern Abend das, was die meisten Marktbeobachter erwartet hatten. Sie erhöhte den Leitzins nicht, sondern beließ ihn zwischen 5,00 bis 5,25 Prozent. Eigentlich ein positives Signal, weil die erfolgreiche Bekämpfung der Inflation, die Vorbedingung für eine wirtschaftliche Erholung ist. Würde sie steigen oder gar ausufern, dann wären die Folgen fatal.

Das weiß auch Jerome Powell und bekräftigte einmal mehr, die Zielsetzung von 2 Prozent Inflationsrate nicht aus den Augen verlieren zu wollen. Trotz dieser positiven Meldung verrät die Zinsprojektion, dass es zu weiteren Anhebungen des Leitzinses kommen wird. Gemeinhin wird mit zwei weiteren Zinsschritten in diesem Jahr gerechnet. Die Fed gibt außerdem zu erkennen, dass die Zinsen 2024 und 2025 voraussichtlich weiter steigen.

Diese Botschaft konnte nicht für Begeisterung an den Märkten sorgen, obgleich der Nasdaq und der S&P 500 leicht ins Plus drehten. Für Bitcoin und den Krypto-Markt sieht die Sache hingegen anders aus.

Intrinsische Krisen beuteln den Markt

Zum einen ist die Prognose der Fed insgesamt nicht bullish, auch wenn eine Zinspause ein Signal der Erholung darstellt. Zum anderen hat der Krypto-Markt große Krisen zu bewältigen, was die Stimmung bei den Anlegern sehr stark dämpft.

Binance ist voll in die Schusslinie der SEC und CFTC geraten. Experten vermuten, dass bereits strafrechtliche Ermittlungen gegen den CEO und Binance laufen. Auch Coinbase wird durch eine Klage der SEC existenziell bedroht. Zugegebenermaßen ist das für Bitcoin nicht relevant, es erschüttert aber das Vertrauen bei Investoren, die mit ihrem Kapital lieber an der Seitenlinie Platz nehmen.

Daher fließt seit einiger Zeit eine Menge Kapital aus dem Markt ab, was sich direkt auf die Kurse niederschlägt. Diese Situation ist Fluch und Segen zugleich. Denn dünne Orderbücher können für heftige Kursausschläge sorgen, weshalb positive und negative Meldungen in den Sommerwochen starke Auswirkungen haben könnten. Dieser Effekt war bereits für Cardano (ADA), Solana (SOL) und Polygon (MATIC) spürbar, als Robinhood die Kryptos in den USA aus dem Programm nahm.

Anleger sollten daher der Entwicklung in den Verfahren gegen Ripple, Binance, und Coinbase besondere Aufmerksamkeit schenken. Hier entscheidet sich nichts Geringeres als die Frage, ob der US-Markt in seiner jetzigen Form wegbricht oder nicht.

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