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Binance verliert Bankpartner in Großbritannien

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Bildquelle: © Iryna Budanova - stock.adobe.com

  • Binance kann keine Kunden-Transaktionen mehr in Pfund vornehmen.
  • Davon sind Ein- und Auszahlungen gleichermaßen betroffen.
  • Damit spitzt sich die Situation für den größten Player der Krypto-Industrie weiter zu.

Binance wird ab dem 22. Mai keine Ein- oder Auszahlungen mehr in Pfund vornehmen können. Der Bankpartner Skrill Limited stellt laut einer E-Mail von Binance die Zusammenarbeit ein. Grund ist wohl die zunehmend schwierige regulatorische Situation in Großbritannien. Kunden, die nach dem Stichtag Pfund überweisen, sollen binnen 7 Tagen eine Rückerstattung erhalten. Weiterhin ist man wohl bemüht einen neuen Partner für Zahlungen in Großbritannien zu finden.

Angeblich soll nur ein kleiner Teil der Kundschaft von den Einschnitten betroffen sein. Tatsächlich ist es in diesem Kontext entscheidender, dass es für Binance zunehmend schwieriger wird, seine Geschäfte zu tätigen. Im Februar verkündete das Unternehmen, keine Transaktionen mehr in US-Dollar für Kunden vornehmen zu können. Lediglich die US-Sparte des Geschäfts war davon nicht betroffen.

Zwar sind alle anderen Zahlungsmethoden und Währungen nicht von dem jüngsten Einschnitt betroffen, aber es zeigt sich, dass der größte Player am Markt allmählich den Zugang zu Banken verliert.

Binance wird zur Zielscheibe

Unlängst ist Binance zur Zielscheibe geworden. In den USA sprengten die Behörden die Partnerschaft zu Paxos und untersagten den Stablecoin BUSD. Davor hatte die Staatsanwaltschaft im Januar erste Ermittlungen wegen Geldwäsche aufgenommen, ohne dass direkt Anklage erhoben wurde. Zu allem Überfluss fällt der Zugang zu Bankdienstleistungen scheibchenweise weg.

Mit der Schließung der Silvergate Bank und der Signature Bank war bereits deutlich geworden, dass es schwierig werden würde, in Zukunft eine Bank zu finden, die der Krypto-Industrie gegenüber aufgeschlossen ist. Wenigstens in den USA dürfte jedes Institut zwangsläufig unter Beobachtung geraten, wenn es sich darauf einließe.

Damit spitzt sich die Situation nicht nur für Binance zu, sondern für die gesamte Branche, die immer noch durch Binance dominiert wird. Bislang gelingt es der Börse sich trotz aller Widerstände im Sattel zu halten. Zwischenzeitlich gibt es auch immer wieder vereinzelt positive Meldungen. So erhielt man im Januar eine Lizenz von den Aufsichtsbehörden in Schweden.

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