XRP News: Nach dem Dump ist vor dem Dump – Ein Asset im Sturzflug

XRP Münze
© Michaela Richter, Bitcoin Kurier

Lesedauer für den Artikel: 2 Minuten

An den Börsen herrschte in den letzten Wochen Chaos. Auch Kryptowährungen wurden von Corona nicht verschont. Neben der Problematik für Konferenzen und Meetups, gesellte sich Mitte März auch ein gehöriger Bitcoin-Crash hinzu. Dieser hatte eine Sogwirkung für alle anderen Kryptowährungen und hallt bis heute nach.

Bitcoin gelang zwar eine kurzfristige Erholung, das Vorniveau wurde jedoch bisher nicht erreicht. Auch Spitzenperformer wie Tezos (XTZ), ließen ordentlich Federn und halbierten sich im Preis. Somit konnte auch die Top 3 auf CoinMarketCap nicht überzeugen.

Doch für XRP galt bisher die Formel: Nach dem Dump ist vor dem Dump. Denn auch ohne Crash war die Performance seit Jahresbeginn unterirdisch. Dabei sind die fundamentalen Gründe für die andauernde Talfahrt weitestgehend bekannt.

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Brad Garlinghouse: Ripple durch XRP-Verkäufe profitabel

So interessant der technologische Ansatz von XRP auch sein mag, so kann das Asset wirtschaftlich nicht überzeugen. Hier scheinen auch die vielen Partnerschaften keine Hilfe zu sein. Im Gegenteil, denn CEO Brad Garlinghouse gab gegenüber „Financial Times“ offen zu, dass sein Unternehmen profitabel ist, weil man XRP verkaufen kann.

Damit werden Anleger indirekt zum Melkvieh für das Unternehmen, denn in der Konsequenz kann Ripple auch in Zukunft nicht anders handeln. Obwohl die Finanzen laut eigenen Angaben gut aufgestellt sind und man sogar zusätzliches Kapital in einer Finanzierungsrunde eingesammelt hatte.

Auch MoneyGram stößt XRP ab, damit ist der gefeierte Partner ein weiterer negativer Faktor für den XRP-Kurs. Dieser Umstand unterstreicht, wie sehr Ripple als Unternehmen von der Kryptowährung XRP entkoppelt ist.

Totgesagte leben länger

Obgleich der langfristige Ausblick für XRP durchaus trüb ist, hat der Kurs durchaus eine Chance einen Rebound zu erleben. Denn sollte sich Bitcoin berappeln und das Vorniveau des Crashs erreichen oder übersteigen, dann könnte erneut eine Sogwirkung entstehen.

Eine Situation, die dann aber für den ganzen Markt gelten würde und somit auch andere Kandidaten ins Spiel bringt. Diese haben aber ihrerseits kein Unternehmen im Rücken, welches darauf angewiesen ist einen Abverkauf zu betreiben, um Profite zu generieren.

Damit verschärfte sich die Schere, die zwischen Anlegerinteressen und denen des Unternehmens herrscht. Auf der einen Seite braucht XRP ein starkes Unternehmen für seine Entwicklung und den Ausbau des Ökosystems. Auf der anderen Seite kann der Kurs nicht steigen, wenn Ripple ständig Kasse macht.