Steuer

US-Schuldenstreit: Steuer auf Bitcoin Mining soll wegfallen

Capitol Hill
Bildquelle: © stock.adobe.com

  • Der sich abzeichnende Kompromiss im Schuldenstreit entlastet Miner.
  • Damit dürfte im Falle einer Einigung die DAME-Steuer wegfallen.
  • Der Markt reagierte positiv und Bitcoin konnte zulegen.

Im US-Schuldenstreit zeichnet sich eine Einigung ab, die Präsident Joe Biden als einen Kompromiss bezeichnete. Der Vorschlag, über den am Mittwoch in der Kammer abgestimmt werden soll, beinhaltet eine Anhebung der Schuldenobergrenze. Gleichzeitig aber auch massive Budgetkürzungen und die Zusage, keine neuen Steuern einzuführen.

Davon soll auch die „Digital Asset Mining Energy excise tax“ (DAME) betroffen sein. Dies wurde von dem republikanischen Kongressmitglied Warren Davidson bestätigt. Damit könnten die USA als Standort für Miner attraktiv bleiben. Der Vorschlag für die Steuer sah vor, die verbrauchte Energie mit 30 Prozent zu besteuern. Dadurch sollte ein Ausgleich geschaffen werden, welcher die unterstellten Umweltschäden und gesellschaftliche Auswirkungen mildern sollte.

Insgesamt dürfte das Mining keine Rolle bei den Verhandlungen gespielt haben. Deshalb handelt es sich hierbei um einen positiven Nebeneffekt. Die Demokraten sind primär an der Besteuerung von Reichen und der Schließung von steuerlichen Schlupflöchern interessiert. Im Gegenzug waren die Republikaner darauf bedacht, keine neuen Steuern zuzulassen und stattdessen Sozialleistungen zu kürzen.

Die Abstimmung steht noch aus

Die Tatsache, dass die USA am 5. Juni zahlungsunfähig sind, sorgte für gehörigen Druck auf die Demokraten. Präsident Biden will im kommenden Jahr wiedergewählt werden und somit hatten die Republikaner in der Opposition ein geeignetes Druckmittel. Noch muss über den Vorschlag abgestimmt werden, erst dann ist die Schuldenobergrenze angehoben und die Situation zumindest vorläufig bereinigt.

Die Märkte reagierten auf die Grundsatzeinigung zwischen den Verhandlungsführern positiv. Auch Bitcoin legte zu und der Gesamtmarkt zeigte sich bislang ebenfalls dankbar. Dennoch gilt es die Situation genau zu beobachten. Sollte der Vorschlag nicht beschlossen oder kurz vor Schluss neue Forderungen gestellt werden, dann könnte sich dies auch auf den Kryptomarkt niederschlagen.

Bislang wurde die Schuldenobergrenze immer angehoben, wenn es notwendig war. Eine Einigung galt daher als wahrscheinlich, denn andernfalls wären die USA zahlungsunfähig.

Ähnliche Beiträge

Kryptowährungen: Steuern beeinflussen Investment-Strategie

Alexander Mayer

USA: Steuernovelle könnte DeFi empfindlich treffen

Robert Steinadler

BFH-Urteil: Bitcoin und Krypto sind steuerpflichtig

Johann Nicol Werther