US-Finanzministerium: Libra muss strenge US-Standards erfüllen

Zürich
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Deutliches Profil

Einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters zufolge, muss die von Facebook geplante Kryptowährung Libra den Anforderungen des US-Finanzministeriums genügen. So äußerte sich Sigal Mandelker für das Ministerium gegenüber Reuters.

Dies sei Vorbedingung für eine Start, denn Geldwäsche- und Terrorismusbekämpfung müsse oberste Priorität haben. Dabei würden die gleichen Regeln gelten, wie für andere Kryptowährungen auch, wenn diese durch Firmen in den USA, in den Geschäftsverkehr gebracht werden.

Mandelker betonte das die Schweiz sich zu einem FinTech Hub entwickelt habe und deshalb jetzt in dieser Hinsicht die Verantwortung übernehmen müsse.


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Öffnet sich jetzt eine Tür?

In den letzten Monaten wurde Libra, aber auch Bitcoin, zum Gegenstand der US-Politik. Neben dem US-Präsidenten äußerte sich auch der US-Finanzminister zu beiden Kryptowährungen.

Dabei war die Haltung der Spitzenpolitiker äußerst ablehnend. Zum einen machte man deutlich, dass man den US-Dollar schützen wird. Zum anderen versprach man aber auch mehr Regulierung, um gegen Verbrechen vorzugehen und Verbraucher besser zu schützen. Auch im Kongress gab es bisher sehr wenig positive Rückmeldung.

Eine der größten Befürchtungen ist der missbräuchliche Umgang mit den Nutzerdaten durch den Konzern. In der Vergangenheit hatte immer wieder Skandale gegeben, weshalb das Vertrauen in Facebook nicht sehr hoch ist.

Jedoch lässt Mandelkers Äußerung erkennen, dass man bereit ist zu kooperieren, wenn Facebook gewisse Spielregeln einhält.

Schweiz als Rückzugsort

Die Schweiz galt schon immer als der Ort, an dem man sein Geld sicher verwahrt. Auch Libra hat seinen Firmensitz dort und es ist davon auszugehen, dass die USA trotzdem ihre Interessen verwirklicht sehen wollen.

Sollte es der Plan von Facebook gewesen sein, von der Schweiz aus zu operieren, um eine Auseinandersetzung in den USA zu vermeiden, so machen Mandelkers Äußerungen klar, dass dies nicht helfen wird.

Es wird keinen Weg an den Forderungen aus Washington vorbeiführen, so lautet ihre Botschaft. Und tatsächlich kann man Facebook für das haftbar machen, was mit Libra ausgelöst werden wird.

Quelle: Reuters

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