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Trotz Krise: MicroStrategy kauft weiter Bitcoin nach

Michael Saylor
Michael Saylor während eines Auftritts im Jahr 2013. Bildquelle: © MicroStrategy via Flickr.com (CC BY 2.0)

  • Das Unternehmen von Michael Saylor folgt weiter seiner Strategie.
  • Diesmal kaufte MicroStrategy für 10 Millionen US-Dollar Bitcoin nach.
  • Damit ist das Schicksal des Unternehmens beinahe vollständig an die Entwicklung von Bitcoin gekoppelt.

Eigentlich handelt es sich schon fast nicht mehr um ein Ereignis, was eine Meldung wert wäre. MicroStrategy kaufte erneut für 10 Millionen US-Dollar Bitcoin nach. Man erwarb zusätzliche 480 BTC zu einem Durchschnittspreis von 20.817 US-Dollar. Damit verfügt das Unternehmen derzeit insgesamt über 129.699 BTC, die zu einem durchschnittlichen Preis von 30.664 US-Dollar erworben wurden.

Bisher profitiert MicroStrategy also nicht vom Durchschnittskosteneffekt, was daran liegt, dass man fleißig während des Bullenmarktes nachkaufte. Aktuell ist die Position des Unternehmens „unter Wasser“, kann aber trotzdem ohne Mühe gehalten werden. Denn solange die Bitcoin-Reserve einen bestimmten Kurs nicht unterschreitet, müssen keine BTC liquidiert werden.

Ein weiterer Faktor dürfte außerdem die wirtschaftliche Situation des Unternehmens sein. Sofern diese stabil bleibt, kann Bitcoin aus Sicht von MicroStrategy ruhig weiter auf Tauchstation gehen.

Bitcoins Kursziel liegt bei mehreren Millionen US-Dollar

Glaubt man CEO Michael Saylor, dann liegt das Kursziel für Bitcoin in Zukunft bei mehreren Millionen US-Dollar, wie er in einem Interview mit Yahoo Finance noch im Mai zum Besten gab. Seiner Ansicht nach ist Bitcoin die Zukunft des Geldes und damit erübrigen sich Kursziele zunächst für ihn.

Ob er damit am Ende recht behalten wird, gilt als hochumstritten. Während er international von der Bitcoin-Community gefeiert wird, gehen Kritiker davon aus, dass er das Unternehmen vor die Wand fährt.

Tatsächlich ist die Überzeugung, die hinter seinem Handeln steht, auch aus Sicht einer ausgewogenen Investmentstrategie nicht unbedingt empfehlenswert. Damit werden seine extremen Ansichten voraussichtlich ein extremes Schicksal nach sich ziehen. Entweder wird er zur unbeirrbaren Heldenfigur, wenn Bitcoin tatsächlich ins Unermessliche steigt oder zur Lachnummer.

Vor diesem Mut darf man ungeachtet des Ergebnisses bereits jetzt schon den Hut ziehen.

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