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TenX und Crypto.com reaktivieren Visa Karten

TenX Crypto.com VISA
Bildquelle: Ann San, pixabay.com

Lesedauer für den Artikel: 3 Minuten

Kompakt:

  • Durch den Wirecard-Skandal verloren die beiden Anbieter kurzfristig ihr kartenausgebendes Unternehmen.
  • Die „Wirecard Card Solutions“ hat nun die Genehmigung erhalten, ihre Geschäfte fortzusetzen.

Gute Nachrichten für alle Fans von Kreditkarten, die mit Kryptowährungen finanziert werden können. Nachdem es zunächst finster aussah, ließen beide Unternehmen verlauten, dass man den Service wieder voll aufnehmen kann.

Der Grund für den Ausfall war die Wirecard Card Solutions, auf die TenX und Crypto.com gebaut hatten. Das Unternehmen ist eine Tochter des Wirecard Konzerns, der nach einem Bilanzskandal in die Insolvenz steuerte. Damit musste die Wirecard Card Solutions vorläufig ihren Betrieb einstellen. Innerhalb kurzer Zeit wurden sämtliche Karten deaktiviert.

Doch nun gab die Financial Conduct Authority (FCA) in Großbritannien Entwarnung. Damit darf die Wirecard Card Solutions den Betrieb wieder aufnehmen. Man kam zu dem Schluss, dass die Unternehmenszweige in Großbritannien nicht von der Pleite betroffen sind und damit als vertrauenswürdig eingestuft werden.

Die Rettung für beide Anbieter

Neben den Kunden, die sich nun wieder auf den Service freuen dürfen, dürfte sich auch in den Unternehmen Erleichterung breit gemacht haben. Schließlich haben beide sehr lange gebraucht, bis man die Karten an den Markt bringen durfte.

Ein dauerhafter Ausfall hätte das Geschäft in Europa sicher zunichte gemacht, denn einen anderen Anbieter schnell zu akquirieren ist kein gangbarer Weg. Nun kann man aufatmen. Gleichzeitig zeigt der ganze Vorfall aber auch, wie fragil der Markt für Krypto-Kreditkarten ist.

Kritik oft nicht berechtigt

Trotz heftiger Kritik, die überwiegend an TenX geäußert wurde, muss man den Unternehmen zugutehalten, dass sie überhaupt ein Produkt auf die Beine gestellt haben. In den Jahren 2017 und 2018 traten mehrere Projekte an, um Kreditkarten auf den Markt zu bringen.

Die meisten davon ließen ihr Unternehmen großzügig über ICOs finanzieren, brachten dann aber trotz der Investitionen keine Kartenlösungen zustande. TenX und Crypto.com haben also auf sich warten lassen, leisten aber nun gute Arbeit. Der jüngste Vorfall ließ an vielen Stellen erneut ähnliche Kritik aufkommen, obgleich sich beide Unternehmen keine Vorwürfe machen müssen.

Situation könnte nochmal drehen

So ganz kann man der Sache aber am Ende doch nicht trauen. Zwar ist die britische Tochter vom Skandal der deutschen Mutter verschont geblieben, aber die Firmen hängen dennoch miteinander zusammen.

Es ist also nicht ganz klar, was im Laufe des Insolvenzverfahrens oder der Ermittlungen zu dem Betrugsskandal noch passieren könnte. Immerhin können sich Kunden sicher sein, dass ihre Guthaben nicht missbraucht worden sind.

Schnell ließen die Unternehmen verlauten, dass die Wirecard Tochter keine Löcher in den Büchern hat und die Kundengelder separat aufbewahrt.

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