Südkorea plant digitale Währung – Task Force durch südkoreanische Zentralbank beauftragt

Digitale Währung
Bildquelle: tragrpx, pixabay.com

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Südkorea betritt das Spielfeld

Nachdem der chinesische Staatspräsident Xi Jinping im Herbst verkündete, dass China eine internationale Führungsrolle im Bereich Blockchain-Technologie anstrebt, haben eine ganze Reihe von Ländern signalisiert, dass sie an der Entwicklung einer eigenen digitalen Währungen interessiert sind.

Nun will auch Südkorea die Möglichkeiten eruieren, die sich durch den Einsatz moderner Technologie im Bankensektor ergeben. Dabei gilt das Land grundsätzlich als sehr offen gegenüber dem digitalen Wandel und insbesondere Kryptowährungen. Ein Umstand, der auch durch die Technologieunternehmen bedingt ist, die ihren Sitz in Südkorea haben. 

Die Taskforce soll verschiedene Themenbereiche untersuchen, um ein zuverlässiges Lagebild für die südkoreanische Zentralbank zu erstellen.


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CBDC und Krypto-Assets

Dabei geht man sehr trennscharf vor, denn man will die einzelnen Bereiche besser verstehen und kategorisiert daher sehr strikt. Die Zentralbank interessiert sich nämlich für digitale Währungen im Sinne eines digitalen „Zentralbankgeldes“ (CBDC), Kryptowährungen und Assets, die sich Blockchain-Technologie bedienen. 

Das Vorhaben der koreanischen Zentralbank bedeutet allerdings nicht, dass man unmittelbar eine digitale Währung auf den Markt bringen möchte. Im Gegenteil, die Anstrengungen sollen sämtliche möglichen Schritte sorgfältig und vorsichtig vorbereiten. 

Das Wettrennen um die erste digitale Währung ist also eröffnet, aber kaum ein Teilnehmer versucht dabei das Tempo wirklich zu beschleunigen. Nur China scheint die Entwicklung effektiv vorantreiben zu wollen und testet die Möglichkeiten bereits, um die Folgen und den Nutzen abschätzen zu können. 

Libra für tot erklärt

Währenddessen ist man sich international erstaunlich einig darüber, dass Libra grandios gescheitert ist. Die meisten Staaten sehen in dem angedachten Währungskorb ein großes Problem, denn dies wird als Risiko für die jeweils eigene Währungspolitik betrachtet.

Auf der anderen Seite gibt man sich bei Libra optimistisch und treibt die Entwicklung voran. Erst kürzlich rief man die breite Öffentlichkeit dazu auf, sich an der Entwicklung zu beteiligen und die eigene Arbeit zu auditieren. 

Damit ist man rein technische betrachtet wesentlich weiter, als so manche Zentralbank und verbleibt als „Underdog“ im Rennen.