Blockchain ist die Zukunft – China will internationale Führungsposition

Chinesischer Tempel

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Rede des Präsidenten

Der chinesische Präsident Xi Jinping hielt gestern eine Rede, bei der er die zukünftige Bedeutung von Blockchain-Technologie für China betonte. 

In seiner Ansprache forderte er, dass die kommunistische Partei und der chinesische Staat alle Bemühungen beschleunigen und verstärken müssen, um China zu einer internationalen Führungsrolle im Bereich der Blockchain-Technologie zu verhelfen.

Er erachtet die Rolle von Blockchain-Technologie bei der zukünftigen industriellen Entwicklung des Landes von unschätzbaren Wert. Und verwies dabei auf die vielfältigen Sektoren mit denen sich die Technologie nahtlos verknüpfen lässt. 

Zukünftig soll die Forschung vorangetrieben und Rahmenbedingungen geschaffen werden, die eine optimale Umgebung für die Entwicklung der dafür notwendigen Grundlagen bieten.

Digitales Geld im Anmarsch

Die chinesische Zentralbank will bereits soweit sein und gab bereits vor einigen Monaten an, eine fertig Version des digitalen Yuan an den Markt bringen zu können. Noch ist davon nicht viel zu sehen, obgleich die Ankündigung international für großes Aufsehen gesorgt hatte. 

Auch in Deutschland werden Stimmen in der Politik und Wirtschaft laut, die einen digitalen Euro fordern. Doch selbst wenn dieser bereits beschlossene Sache wäre, dann würde es voraussichtlich noch Jahre dauern, bis man auch ein technologisch ausgreifet Lösung präsentieren könnte. 

In den USA zeichnet sich eine ähnliche Entwicklung ab. In der jüngsten Befragung von Marc Zuckerberg griff dieser sogar die Pläne der chinesischen Regierung auf und betonte die sich daraus entwickelnde Problematik für die USA. 
Ohne eine eigene Lösung, würden die USA gegenüber China in Rückstand geraten. Libra könnte die Antwort auf den Wettbewerb zwischen den Staaten sein, so Zuckerberg. 

Wird Bitcoin irrelevant?

Ein Name kommt den Akteuren im Zuge der Gesamtentwicklung nur noch selten über die Lippen. Die Botschaft ist sehr deutlich. Ein klares Ja zur Blockchain und gleichzeitig ein Nein zu Bitcoin.

Obwohl es genügend Lösungen gäbe, die auf offene Standards setzen könnten und so kein Land benachteiligen würde, geht es darum sich selbst den größten Vorteil zu verschaffen. Da es mit dezentralen Kryptowährungen nur extrem schwer möglich ist, die Interessen einer bestimmten Gruppe zu verknüpfen, kümmert man sich lieber um eine zentralisierte, verstaatlichte Lösung.

Daraus ergibt sich, dass zwei Rennen gestartet wurden. Eines zwischen den Staaten, um Führungspositionen zu behaupten oder zu ergattern. Und ein weiteres zwischen den staatlichen Bemühungen und den quelloffenen und dezentralisierten Blockchains, die überwiegend von Aktivisten entwickelt werden.

Zuviel Staat tut nicht gut

Es bleibt zu hoffen, dass die letzte Gruppe das Rennen macht, denn ein neues digitales Geld verleiht Staaten eine Macht, die im Vergleich zu den jetzigen Verhältnissen unvorstellbar groß wäre.

Sie würde es im schlimmsten Fall erlauben das wirtschaftliche und soziale Leben eines jeden Menschen absolut kontrollieren zu können. Denn diese Technologie kann es ermöglichen jeden Menschen vollkommen gläsern werden zu lassen. Mehr noch als es jetzt bereits der Fall ist. 

Schlussendlich bräuchte es nur den Mausklick eines Beamten, um einen Bürger aus dem digitalen System auszusperren. 

Die Zukunft muss dezentral werden. Bitcoin hält dafür eine Lösung bereit.

Quelle: Xinhua

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