Recht

SEC verklagt Binance: Marktbeben lässt Kurse einbrechen

SEC Logo an Gebäude
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  • Vor wenigen Minuten hat die SEC eine Klage gegen Binance veröffentlicht.
  • Darin erhebt sie schwere Vorwürfe, darunter nicht genehmigter Wertpapierhandel.
  • In Reaktion auf die Meldungen brachen die Kurse aller relevanten Kryptos ein.

Die SEC holt zum Rundumschlag aus und klagt Binance an. Insgesamt 136 Seiten umfasst das Dokument und die Vorwürfe haben es in sich. Binance soll ohne notwendige Genehmigung Wertpapierhandel in den USA betrieben haben. Außerdem habe man Kundengelder vermischt und für eigene Zwecke verwendet haben. Ein Vorwurf, der bereits 2022 der Börse FTX das Genick brach.

Konkret soll man vermögenden US-Kunden Zugang zu Binance.com gewährt haben, obwohl diese nur auf der US-Plattform hätten handeln dürfen. Bezüglich der Kontrolle über die US-Sparte soll man Anleger und Behörden ebenfalls getäuscht haben. Die Vorwürfe der SEC beziehen sich dabei nicht allein auf das Unternehmen, sondern auch auf den Binance CEO und Gründer Changpeng „CZ“ Zhao. In einer Stellungnahme wies man die Vorwürfe schließlich zurück.

Binance sieht sich bereits schwerer Vorwürfe durch die CFTC ausgesetzt. Damit schließt sich der Kreis und wenn man der Gerüchteküche glauben darf, dann könnte sich sogar noch das Justizministerium einschalten. Derweil äußerte sich der CEO gewohnt läppisch via Twitter und nannte die Vorwürfe „FUD“, was so viel wie bösartige Gerüchte bedeutet.

Der Krypto-Markt bricht ein

Die Reaktion auf die Meldung war schwach, aber spürbar. So verlor Bitcoin 5,4 Prozent und der hauseigene BNB Coin gut 9 Prozent in den vergangenen 24 Stunden. Dieses Bild setzt sich in den Top-100 nach Marktkapitalisierung fort.

Da der Markt ohnehin erkrankt ist, weil es ihm an Liquidität fehlt, fällt das Marktbeben also gering aus. Für Binance könnte es jedoch der Anfang vom Ende sein, denn die SEC und die CFTC sind nicht zum Scherzen aufgelegt. Die Börse hat eine dermaßen dominante Stellung inne, dass die Anklage massive Auswirkungen auf den ganzen Markt haben dürfte, die noch über Jahre hinweg nachhallen könnten.

Klarerweise wird sich das Verfahren nicht von heute auf morgen entscheiden. Es ist aber davon auszugehen, dass der Krypto-Markt als Ganzes die Talsohle noch nicht durchschritten hat.

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