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Ripple: Offener Brief an US-Kongress

XRP Münze
© Michaela Richter, Bitcoin Kurier

XRP ist anders

In einem offenen Brief an den US-Kongress äußerten sich Brad Garlinghouse, seines Zeichens CEO von Ripple und Chris Larsen, der Executive Chairman des Unternehmens. Anlass war die Sorge bezüglich regulatorischer Aspekte in den USA.

In dem Schreiben heißt es, man sei einer von vielen verantwortungsbewussten Akteuren in der Blockchain-Industrie und fühle sich daher internationalen Gesetzen und denen der USA besonders verpflichtet.
Unternehmen wie Ripple würden Innovationen fördern, die im Prinzip die Arbeit der Zentralbanken und Banken schätzen würden. Man würde Währungen, wie den US-Dollar, nicht ersetzten, sondern ergänzen wollen.

Der Kongress wird dringend darum gebeten nicht alle Unternehmen über einen Kamm zu scheren und dafür zu sorgen, dass brauchbare Gesetze erlassen werden, die US-Unternehmen auch zukünftig ermöglichen in den USA zu agieren.
In dem Brief wird darauf hingewiesen, dass dies sonst negative Folgen für die US-Wirtschaft haben könnte. Unternehmen könnten sonst im Ausland ihr Glück versuchen.



USA fordern Regulierung

Nachdem sich in den letzten Tagen und Wochen sowohl US-Präsident Trump und danach der Finanzminster Steven Mnuchin zu Kryptowährungen geäußert haben, beschäftigen sich auch der Kongress mit dem Thema.

Die US-Regierung fordert strengere Auflagen bezüglich Geldwäsche und internationaler Kriminalität, diese will sie gleichermaßen weltweit umgesetzt sehen. Dies ist ein nachvollziehbarer, wenn auch umstrittener Schritt.
Denn viele Beobachter gehen davon aus, dass man in erster Linie staatliche Währungen, wie den US-Dollar schützen wolle. Außerdem sind von der Regulierung nicht nur Kryptowährungen betroffenen, sondern auch andere Blockchain-Technologie.

Dies ist davon abhängig, wie sie im Einzelfall angewendet wird und ob es sich um finanzielle Dienstleistungen handelt. Dazu können auch Zahlungsdienstleistungen gehören oder beispielsweise ein Wallet-Service.

Libra im Nacken

Bisher war Ripple das einzige Unternehmen, welches große Partnerschaften zu Banken und Zahlungsdienstleistern gesucht hat, um den Zahlungsverkehr zu revolutionieren. Seitdem die Pläne von Facebook auf dem Tisch liegen, ist man nicht mehr alleine.

Tatsächlich hat Libra breite Unterstützung durch Unternehmen und Konzerne aus verschiedenen Branchen, die sich daran beteiligt haben. Somit hat XRP in dieser Hinsicht kein Alleinstellungsmerkmal mehr.
Daher verfolgt Ripple bezüglich der Regulierung eigene, aber vermutlich ähnliche Ziele wie Libra. Das eigene Geschäft wird durch die politischen Entscheidungen maßgeblich beeinflusst werden.

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