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Ripple kaufte XRP zurück – ODL war der wichtigste Faktor

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© Michaela Richter, Bitcoin-Kurier

Lesedauer für den Artikel: 2 Minuten

Kompakt:

  • Ripple veröffentlichte vor wenigen Tagen den Bericht für Q3 2020.
  • Erstmals kaufte man im dritten Quartal XRP vom Markt zurück.
  • On-Demand-Liquidity war für die Rückkäufe der wichtigste Faktor.

XRP hat es im Jahr 2020 aus kurstechnischer Sicht nicht leicht gehabt. Etwas positiver liest sich nun der vorliegende Quartalsbericht von Ripple. Auch wenn demnach XRP einer höheren Volatilität ausgesetzt war als etwa Bitcoin oder Ethereum. 

Doch das ist noch längst nicht der interessanteste Umstand, der von dem Bericht offenbart wird. Denn Ripple vermeldet in erster Linie, dass sich ein Geschäftszweig besonders gut entwickelt. Gemeint ist damit die sogenannte On-Demand-Liquidity oder auch kurz ODL.

Sie war auch die treibende Kraft hinter den Verkäufen durch Ripple. Ein wenig mehr als 81 Millionen US-Dollar an XRP wurden an ODL-Kunden verkauft, um ihnen einen noch schnelleren und besseren Zugang zu gewähren. Gleichzeitig stieg der Bedarf nach ODL auch durch „Line of Credit“. Dabei handelt es sich um einen Service, der auf RippleNet basiert und u. a. KMUs Kredite einräumt, indem die Kunden XRP auf Kredit kaufen und sofort liquide sind.

Ripple kauft XRP zurück

Doch diese 81 Millionen US-Dollar sind nur ein Bruttobetrag. Denn Ripple kaufte tatsächlich fast 46 Millionen US-Dollar an XRP zurück. Während alle Verkäufe per OTC abgewickelt wurden, fanden die Rückkäufe am Sekundärmarkt statt.

Ripple spricht im Bericht wörtlich davon, dass man mit den Rückkäufen einen gesunden Markt für XRP erhalten will. Die Aussage steht im Kontrast zu der Feststellung des Unternehmens, dass Ripple keinen Einfluss auf den Preis von XRP ausübt. Angekündigt hatte man die Maßnahme bereits im Bericht für das zweite Quartal.

Und somit ergibt sich ein Nettobetrag von nur 35,84 Millionen US-Dollar, den man verkauft hat. Obgleich die Verkäufe an ODL-Kunden um mehr als das Doppelte gestiegen sind. Langfristig will man daran arbeiten, dass dieser Bedarf durch den Markt gedeckt wird und nicht nur durch Ripple.

Quartier in Dubai eröffnet

Neben dem Bericht hat das Unternehmen außerdem seine Zelte in Dubai aufgeschlagen. Von dort aus möchte man in Zukunft die Geschäfte in Nahost und Afrika koordinieren. Gleichzeitig sorgte diese Meldung für erneute Spekulationen, in welche Richtung Ripple die USA verlassen könnte.

Dort befürchtet man regulatorische Schwierigkeiten und sieht sich dem Problem ausgesetzt, dass XRP sogar als Wertpapier eingestuft werden könnte. Noch steht die Entscheidung nicht fest und der Standort in Dubai ist als regionales Zentrum zu verstehen.

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