NiceHash Gründer in Deutschland festgenommen

Verhaftung
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Auslieferungsantrag gestellt

Der CTO und Gründer von NiceHash wurde in Deutschland verhaftet, wie die slowenische Nachrichtenagentur STA berichtet. US-Behörden verdächtigen ihn in Geschäfte im Darknet verwickelt gewesen zu sein. Aufgrund eines internationalen Haftbefehls nahmen ihn die deutschen Behörden fest, nun soll er ausgeliefert werden.

Die Vorwürfe gegen den Tatverdächtigen sind nicht neu, er befand sich laut den US-Behörden bisher auf der Flucht und sein Aufenthaltsort war ihnen unbekannt (wir berichteten). Nun könnte es sehr bald schon zu einer Auslieferung kommen.

Ihm drohen, zusammen mit weiteren Tatverdächtigen, empfindliche Haftstrafen.


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Bösartiges Botnet

Angeblich soll der Tatverdächtige zusammen mit weiteren Komplizen ein Botnetzwerk entwickelt haben, um damit diverse Betrugsdelikte zu begehen. Dabei soll ein Schaden von 4,5 Millionen US-Dollar entstanden sein.

In den USA drohen ihm nun bis zu 50 Jahre Haft, sollte er für schuldig befunden werden. Ob dem Auslieferungsersuchen der USA stattgegeben wird ist zur Stunde noch unklar. Die Berichte von seiner Festnahme sind auf den 1. Oktober 2019 datiert.

Keine Reaktion durch das Unternehmen

Bisher wurden die Ereignisse nicht durch NiceHash kommentiert. Eine Auswirkung auf das Geschäft oder den rechtlichen Status des Unternehmens ist nicht ganz auszuschließen, denn der Tatverdächtige gehört zum Management.

NiceHash zahlt bis heute erfolgreich Schäden aus einem großangelegten Hack an seine Nutzer zurück. Dessen Ursache ist aber ebenfalls ungeklärt und gibt den Behörden immer noch ein Rätsel auf. Gleich nach dem Vorfall machten sich Gerüchte breit, dass jemand innerhalb des Unternehmens dafür verantwortlich sein müsse.

Diese Behauptungen konnten jedoch nie bewiesen werden, obwohl der Verlust der Nutzereinlagen mehr als mysteriös war. Da die gestohlenen Bitcoin jedoch bis heute zurückgezahlt werden, ist ein Exit-Scam ausgeschlossen.  

Zuletzt hatte das Unternehmen ein eigenes Mining-OS auf den Markt gebracht und seine Produktpallette auch um die Möglichkeit erweitert, Kryptowährungen auf der Plattform zu handeln und einzutauschen.

Nachtrag

Während das Unternehmen auf seinen offiziellen Social-Media-Accounts keine separate Erklärung zu der Festnahme abgab, kommentierte es aber auf Reddit die Festnahme. Unter dem Verweis auf einen Blogbeitrag von Juni 2019 ließ man wissen, dass durch die Festnahme keine Einschränkungen des Geschäfts drohen.

Quellen: STA, Reddit

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