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New York: Bürgermeister will Gehalt in Bitcoin beziehen

Freiheitsstatue
Bildquelle: Ronile, pixabay.com

Das Wichtigste in Kürze:

  • Der frischgewählte Bürgermeister Eric Adams will seine ersten drei Gehälter in Bitcoin auszahlen lassen.
  • Damit toppt Adams den Bürgermeister von Miami, der ebenfalls für eine Gehaltszahlung in BTC optierte. 
  • Beide Städte streben an, zu einem Dreh- und Angelpunkt für die Bitcoin-Industrie zu werden.

Eric Adams hat die Wahl grade erst für sich entscheiden können und schreibt schon Geschichte, noch bevor er sein Amt im Januar 2022 antreten wird. Nicht nur, dass er der zweite afroamerikanische Bürgermeister von New York ist, nein, Adams sieht in Bitcoin und seiner Industrie eine große Zukunft. Via Twitter lieferte er sich ein Duell mit dem Bürgermeister von Miami.

Francis Suarez, der ebenfalls um Bitcoiner, Miner und Börsen wirbt, will sich sein nächstes Gehalt in Bitcoin zahlen lassen. Adams nahm das offensichtlich als Aufforderung wahr und toppte Suarez Pläne. In New York heißt es eben klotzen und nicht kleckern, schließlich ist die Stadt die Heimat der Wall Street. Also bezieht New Yorks Bürgermeister seine ersten drei Gehälter in BTC, was am Ende aber in der Praxis bedeuten wird, dass er sie erst in US-Dollar bekommt und dann in Bitcoin wandeln muss. Wie eine Sprecherin verlauten ließ, hat die Stadt wohl gar keine Möglichkeiten das Gehalt direkt in Bitcoin zu zahlen.

Das die regulatorischen Ansätze, die zum Teil exklusiv für New York gelten, international weniger beliebt sind, scheint Adams nicht zu bekümmern. Er will der Branche und vor allen Dingen dem Standort den Rücken stärken und mit seinem Bekenntnis zu Bitcoin ein Zeichen setzen. 

El Salvador bleibt Spitzenreiter

Man darf sich zwar über das Signal freuen, aber am Ende handelt es sich eher um einen Marketing-Stunt. Schließlich macht das kleine El Salvador vor, wie man die Sache angehen könnte und Bitcoin zum Standard erhebt.

In New York wird es am Ende darum gehen, den börslichen Handel mit Bitcoin voranzutreiben, hat man sich mit der BitLicense doch sehr stark abgeschottet. Man will als Metropole den Anschluss nicht verpassen, was auch irgendwo verständlich ist.

Es bleibt abzuwarten, wie sich die Zukunft für die Industrie gestalten wird. Nicht alle Entwicklungen sind in ihrem Sinne und es absehbar, dass die USA in ihrer Rolle als Weltpolizei darauf bestehen werden, dass Blockchain-Technologie und die entwickelnden Unternehmen sich an US-Gesetze halten. Bisher hat das dazu geführt, dass viele Anbieter, US-Kunden und insbesondere jene aus New York per Geschäftsbedingungen ausgeschlossen haben. 

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