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Nakamoto.com spaltet Bitcoin Community – Kampf um die Deutungshoheit

Nakamoto.com Bitcoin
© Michaela Richter, Bitcoin Kurier

Lesedauer für den Artikel: 2 Minuten

Neue Plattform

Mit der Seite „Nakamoto.com“ sollte eigentlich ein Informationsangebot entstehen, welches die Türen zu Bitcoin öffnet und das Thema auf verschiedenen Ebenen erläutert. Nicht nur technologisch, sondern auch aus philosophischer Perspektive.

Für die Zukunft ist ein umfassendes Programm geplant. Dazu gehören u.a. Meetups und der Aufbau einer eigenen Community. Doch zunächst will man sich auf Inhalte konzentrieren, die primär für ein Publikum interessant sind, das bereits über vertiefte Kenntnisse der Technologie verfügt.

Also eine Plattform für Entwickler und IT-Profis oder zumindest technikbegeisterte Leser. Laut eigener Darstellung sprechen sich alle Mitglieder und Gründer der Plattform für Bitcoin aus. Doch genau hier liegt der Stein des Anstoßes. 


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Umstrittenes Team

Einige der Mitglieder des Teams von Nakamoto.com sind in der Bitcoin und Krypto-Szene international bekannt, in einigen Fällen sogar berüchtigt. Dazu gehört auch Roger Ver, der seines Zeichens bis heute Bitcoin Cash unterstützt und immer noch proklamiert, dass es sich hierbei um die ursprüngliche Version von Bitcoin handelt.

Laut Ver entspricht Bitcoin Cash dem Design, welches Satoshi Nakamoto in seinem Whitepaper beschrieben hat. Damit macht er klar, dass die derzeitige Version von Bitcoin in seinen Augen falsch ist. Die Debatte ist alt und die meisten Mitglieder in der Bitcoin Community haben Ver den Fork bis heute nicht vergeben.

Bitcoin Cash führte zur ultimativen Spaltung und kämpft bis heute um die Deutungshoheit darüber, welche Blockchain nun den „echten“ Bitcoin repräsentiert. Auch Vitalik Buterin, Mitbegründer und Gesicht von Ethereum, ist mit von der Partie.

Nun werden Stimmen laut, die in Frage stellen, ob ein solches Team den Namen von Satoshi Nakamoto für seine Zwecke vereinnahmen darf.

(K)eine klare Agenda

Tatsächlich wirkt es ein wenig mysteriös, wenn sich Persönlichkeiten zu Unterstützern einer Sache erklären, die im Konflikt mit ihrem eigentlichen Tagesgeschäft steht. Zwar ist offensichtlich, dass Nakamoto.com nicht das Sprachrohr des Erfinders von Bitcoin ist, aber es erweckt bei vielen den Eindruck, dass man für ihn sprechen wolle. 

Und somit ist der Streit darüber, ob es erlaubt ist sich des Pseudonyms zu bedienen, schneller vom Zaun gebrochen, als dass es der Plattform gelingen konnte Inhalte zu liefern.

John Carvalho schlägt Alarm

John Carvalho ist der CCO von Bitrefill und hat insbesondere mit Roger Ver eine weniger erfreuliche Vorgeschichte. Er führte mit Ver eine Debatte über Bitcoin Cash, die damit endete, dass Ver mit der Wortwahl Carvalhos nicht einverstanden war und den Stream wütend verließ.

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In einem denkwürdigen Blockbeitrag macht Carvalho auf die eigentliche Problematik aufmerksam, die durch Nakamoto.com entsteht. Braucht eine Technologie wie Bitcoin, die für jedermann frei zugänglich ist, überhaupt eine solche „exklusive“ Plattform?

Oder geht es eher darum, dass die Akteure ihre persönliche Agenda mit Bitcoin und damit mit einem breiteren Publikum verknüpfen können?

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