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Monero und die Macht der Mining-Pools – Kippt die Balance?

Monero
Bildquelle: © Michaela Richter, Bitcoin-Kurier

  • Der Mining-Pool MineXMR konnte über 51 % der Hashrate im Netzwerk auf sich vereinen.
  • Die Community ist besorgt, denn das könnte potenziell das ganze Netzwerk gefährden.
  • Eine konkrete Gefahr gibt es aktuell aber nicht, auch die Dominanz des Mining-Pools hat sich zwischenzeitlich wieder relativiert.

Eine Attacke auf die Kryptowährung Monero wäre zumindest dann denkbar, wenn ein Angreifer über 51 % der Rechenleistung bzw. Hashrate im Netzwerk verfügt. Und genau das gelang dem Mining-Pool MineXMR zumindest vorübergehend. Dementsprechend läuteten bei der Monero-Community die Alarmglocken und via Social Media wurde dazu aufgerufen, mit seinen Miner möglichst auf andere Pools auszuweichen.

Der Aufruf scheint gewirkt zu haben, denn zwischenzeitlich fiel MineXMR auf 38 % zurück und ist damit immer noch der dominante Pool, hat aber nicht mehr die Ressourcen, die für Manipulation notwendig wären. Eine konkrete Gefahr bestand aber wohl auch während der hohen Konzentration nicht. Denn das Verhalten des Pools lässt sich durchaus kontrollieren.

Dass eine sogenannte 51-Prozent-Attacke kein Gehirngespinst ist, haben in der jüngeren Vergangenheit Bitcoin Gold und Ethereum Classic gezeigt. In beiden Fällen gelang es Angreifern, mit der geballten Rechenleistung eine alternative Version der Blockchain zu erzeugen und dem Netzwerk aufzuzwingen. Damit war es am Ende für sie möglich, Kryptowährung doppelt auszugeben und sich zu bereichern. Im Fall von Ethereum Classic war das gesamte Netzwerk so schwach, dass es mehrmals erfolgreich attackiert wurde.

XMR-Kurs bleibt ungetrübt

Den Markt konnte die Reaktion der Monero-Community nicht beschweren. XMR notiert zum Redaktionsschluss bei 180,10 US-Dollar und ringt damit mit immer noch mit einem wichtigen Widerstand im täglichen Chart.

In diesem Kontext dürfte es aktuell wichtiger sein, in welche Richtung sich der Gesamtmarkt entwickelt und nicht unbedingt wie sich die Hashrate verteilt. Der Bitcoin scheiterte zuletzt am 10. Februar an 46.000 US-Dollar und im März werden Maßnahmen der Fed erwartet, die noch nicht eingepreist sein könnten. Umso wichtiger dürfte es in den kommenden Wochen sein, dass BTC mindestens die 40.000 US-Dollar behaupten kann, wenn sich die kommenden Ereignisse negativ auf den Markt auswirken sollten.

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