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Marktanalyse: Bitcoin-Kurs stürzt ab – Kann sich BTC fangen?

Bitcoin-Kurs fällt
© Michaela Richter, Bitcoin-Kurier

Lesedauer für den Artikel: 2 Minuten

Kompakt:

  • Der Bitcoin-Kurs brach gestern heftig ein und konnte sich nicht vollständig erholen.
  • Damit steht zur Debatte, ob dies der Auftakt eines langjährigen Bärenmarktes sein könnte.
  • Bisher konnte jedoch eine wichtige Unterstützungszone behauptet werden.

Gestern bereiteten sich viele Bitcoiner auf den Start von BTC in El Salvador vor. Um ihre Solidarität zu bekunden, wurde kurzerhand eine Aktion im Netz gestartet, die dazu aufrief, Bitcoin im Wert von 30 US-Dollar zu kaufen. Die gleiche Summe, die jedem Salvadorianer seit gestern als Startgeld in der Chivo Wallet zur Verfügung steht.

Anscheinend war das bullishe Sentiment, welches mit dem Ereignis verknüpft war, so groß, dass es eine gute Gelegenheit für große Spieler am Derivate-Markt darstellte, um den Kurs zum Einbrechen zu bringen. Die Folgen von derartigen Aktionen konnte man schon häufiger beobachten. Kaskadierende Liquidationen und ein daraus resultierender Kurscrash.

Bitcoin brach gestern um rund 10.000 US-Dollar ein und konnte sich bereits etwas fangen. Bei Redaktionsschluss steht der BTC-Kurs bei 45.150 US-Dollar.

Diese Unterstützungszone muss halten

Während der Markt im Sommer innerhalb einer Range verblieb, wurde deutlich, dass bei etwa 42.500 US-Dollar ein starker Widerstand bestand, der erst am 6. August überwunden werden konnte. Es ist genau dieser Bereich, der auch beim gestrigen Crash eine Rolle spielen sollte, denn er diente als Unterstützung für den Kurs.

Abhängig vom jeweiligen Handelsplatz stieß der Docht im täglichen Chart runter auf bis zu 42.600 US-Dollar. Um weiterhin eine bullishe Perspektive aufrecht zu erhalten, sollte der Kurs hier also dauerhaft eine Unterstützung finden.

Jedoch wäre es nicht untypisch, wenn wenigstens kurzfristige Ausschläge in tiefere Regionen erfolgen sollten. Im Prinzip wären hier 39.434 US-Dollar vorstellbar, es sollte jedoch vorzugsweise nicht passieren, dass der Kurs im täglichen Chart dort auch abschließt.

Das ist der Dip

Historisch haben sich diese Kurseinbrüche wiederholt als gute Gelegenheit erwiesen, am Spotmarkt Bitcoin zu kaufen. Wer jedoch mit Hebel spielt, sollte Vorsicht walten lassen, weil die Situation längst noch nicht beruhigt ist und kurzfristige Kursausschläge schnell einen Strich durch die Rechnung machen können.

Sollte der Bitcoin-Kurs deutlich unter 40.000 US-Dollar fallen, dann wäre das bullishe Szenario für das Jahr 2021 wahrscheinlich invalidiert. Daran denkt man jedoch in El Salvador nicht. Denn via Twitter gab Präsident Bukele bekannt weitere 150 BTC aufgrund der günstigen Gelegenheit beschafft zu haben. Bleibt nur zu hoffen, dass sich der Markt in den kommenden Tagen auch wirklich stabilisieren kann.

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