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John Bollinger: Bitcoin als „Safe Haven”-Asset in erster Linie psychologisch

Bitcoin ist kein Safe Haven meint John Bollinger
Bildquelle: Tim Hill, pixabay.com

Lesedauer für den Artikel: 2 Minuten

Viele Stimmen in der Krypto-Szene werden nicht müde, Bitcoin in unsicheren Zeiten als „Safe Haven“- Asset zu bezeichnen. Nun meldete sich der Erfinder der Bollinger Bands, einem populären Trading-Indikator, auf Twitter zu Wort.

Corona-Pandemie ist schuld

Bereits am 9. März äußerte er seine Überraschung darüber, dass der BTC-Preis dem Ausbruch des Corona-Virus und der damit verbundenen Panik auf den Märkten zum Opfer gefallen ist. Seine Erwartung, dass der Bitcoin-Kurs stabil bleiben würde, wurde nicht erfüllt.

Während Ende Februar viele Trader noch eifrig Linien auf Tradingview zeichneten und so einer Rallye jenseits der 10000 US-Dollarmarke prophezeiten, haben sich die Märkte mit der Ausbreitung von COVID-19 stark abgekühlt: Der Spotpreis liegt zur Stunde bei rund 7400 Dollar.

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Nur in meinem Kopf seh ich dich, so wie ich dich seh

In einem Folgetweet fügte Bollinger hinzu:

„Beim ‚Safe Haven‘ geht es um Wahrnehmung und nicht um Fakten. Sobald ein Asset als ‚Safe Haven‘ wahrgenommen wird, dann ist es das. Es ist ein vollständig psychologischer Prozess. “

Twitteraccount von John Bollinger, 10 März 2020

Gold steigt weiter

Zwar ist Bitcoin weiterhin das beste Investment der letzten zehn Jahre, jedoch scheint in Zeiten einer Pandemie und der damit verbundenen globalen Krise der Glauben an das digitale Gold ins Wanken geraten zu sein. Im Vergleich dazu rutsche der Kurs für das physische Gegenstück Ende Februar zwar unter die 1600-Dollarmarke, konnte sich jedoch schnell wieder erholen und so, auf die letzten drei Monate gesehen, einen Zuwachs von immerhin rund 12% verzeichnen.