Iran verfolgt illegale Bitcoin-Miner – Kopfgelder und Subventionen

Bitcoin Münze mit Brieftasche
© Michaela Richter, Bitcoin Kurier

Lesedauer für den Artikel: 2 Minuten

Illegales Bitcoin-Mining

Der Iran will verstärkt gegen Bitcoin Mining im eigenen Land vorgehen. Das größte Problem sind nach Ansicht der Behörden alle Miner, die insbesondere während der warmen Monate laufen. Dann sei die Auslastung im Stromnetz am höchsten und damit vervierfachen sich die Energiekosten.

Die Maßnahmen richten sich dabei in erster Linie gegen Miner, die in Fabriken und anderen Gewerbegebieten, subventionierte Strompreise heimlich für sich ausnutzen. Um dem Problem zu begegnen wurden sogar Kopfgelder ausgelobt, um Hilfe aus der Bevölkerung zu erhalten.

Damit verfolgt man also niemanden pauschal, sondern will für eine faire Preise und eine sinnvolle Auslastung des Stromnetzes sorgen. Doch das sind nicht die einzigen Maßnahmen.


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Subventionen für erneuerbare Energien

Um dauerhaft zu verhindern, dass sich Miner trotzdem Zugang zum Stromnetz verschaffen, will man erneuerbare Energien subventionieren. Bezieht eine Farm den Strom beispielsweise direkt aus einer eigens dafür angeschafften Anlage, so soll dies mit einem staatlichen Zuschuss belohnt werden.

Der Iran hat, obwohl das Land über Erdöl- und Gasvorkommen verfügt, nach wie vor ein Energieproblem. Im Jahr 2018 verließen die USA den Verhandlungstisch und reaktivierten die Sanktionen gegen das Land. Auch in Israel blickt man besorgt auf die Pläne Teherans Atomenergie friedlich zu nutzen.

Es wird befürchtet, dass der Iran zivile Anlagen umfunktionieren könnte und für die Herstellung von Atomwaffen nutzt. Auf der anderen Seite ist das Land dringend auf die Erzeugung von zusätzlicher Energie angewiesen. Die daraus resultierenden Konflikte, zwischen den beteiligten Nationen, werden international mit großer Besorgnis beobachtet.

Ökostrom auf dem Vormarsch

Insgesamt hat die Mining-Branche sehr große Fortschritte gemacht. Erneuerbare Energien sind, sofern sie regional verfügbar sind, zunehmend attraktiver. Zum einen, weil die Strompreise günstiger sind, zum anderen, weil die gesellschaftliche Forderung nach umweltfreundlichem Strom nicht zu ignorieren war.

Mining Farmen standen immer wieder in der Kritik, weil ihr hoher Stromverbrauch Umweltaktivisten ein Dorn im Auge ist. Es gab sogar auf europäischer Ebene die Forderung der Partei „Die Linke“ Mining zu verbieten.

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