Blockchain

Health n Go will die Verbreitung von COVID-19 mit blockchainbasierten Zertifikaten bekämpfen

HealthnGo COVID-19

Lesedauer für den Artikel: 2 Minuten

  • COVID-19 stellt die Weltwirtschaft vor katastrophale Auswirkungen durch den bisher  totalen Lockdown.
  • Health n Go will Gesundheitsdaten mithilfe von Blochchain-Technologie zertifizieren und den Gesundheitszustand der Bevölkerung für Regierungen, Behörden und Arbeitgeber transparenter machen, um ein frühzeitiges Ende des Lockdowns zu ermöglichen.  

Das Schweizer Unternehmen TIXnGo hat bekanntgegeben, dass man zukünftig mit einer eigenen App blockchainbasierte Gesundheitszertifikate anbieten will. Die Health n Go App soll für Smartphones verfügbar sein und sich die bereits vorhandene Technologie von TIXnGo zunutze machen.

Bei TIXnGO handelt es sich wiederum um ein Ticketsystem, um Eintrittskarten für Sportveranstaltungen sicherer für den Vertrieb zu machen. Dabei verwendet TIXnGo Blockchain-Technologie, um die Authentizität der Karten zu garantieren und Schwarzmarkthandel zu unterbinden.

Nun will man mit dem gleichen System Gesundheitsdaten zertifizieren und die Infektionsketten von COVID-19 sowie gesunde Menschen gleichermaßen dokumentieren. Damit will man einen Beitrag leisten, um die Pandemie einzudämmen.

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Persilschein auf der Blockchain

Grob könnte der ganze Prozess wie folgt ablaufen. Der Arzt untersucht den Patienten und stellt fest, ob er infiziert ist oder nicht. Mithilfe von Health n Go kann der behandelnde Arzt ein Zertifikat über die Untersuchungsergebnisse ausstellen.

Dieses Zertifikat kann der Patient nun mit seiner Smartphone-App mitführen und auf Verlangen bei etwaigen Kontrollen vorzeigen. Damit möchte man eine Grundlage schaffen, den Lockdown und Social Distancing früher zu beenden.

Behörden, Arbeitgeber und Gastronomen könnten sich dann die Zertifikate vorzeigen lassen und somit sicherstellen, dass Reisende, Gäste und Mitarbeiter nicht am Virus erkrankt sind. So lautet zumindest die Vision. Mithilfe von Blockchain-Technologie will man sicherstellen, dass zumindest die Zertifikate vor Manipulation geschützt sind.

Zertifikate sind keine Alleskönner

Die Idee vom Health n Go ist gut, aber die Problematik auf Basis von Zertifikaten zu lösen wird wohl auf Dauer nicht möglich sein. Wenn jemand als gesund getestet wird, wie wird dann sichergestellt, dass er auch gesund bleibt? Wann sollten eine Rezertifizierung bzw. Folgeuntersuchungen beim Arzt erfolgen?

Sicher, Menschen mit einer ansteckenden Krankheit zu isolieren macht absolut Sinn. Einem gesunden Menschen seine vorübergehende Gesundheit zu bescheinigen nur sehr bedingt. Dazu müssten die Testverfahren ausnahmslos und frei von Fehlern durchgeführt werden. Auf die ganze Bevölkerung eines Landes betrachtet ein mehr als schwieriges Unterfangen.

Dehnt man das Vorhaben auf die Weltbevölkerung aus, dann wird es unmöglich. Der Ansatz die Infizierten festzustellen, sobald sich erste Symptome zeigen und ihr Umfeld eingehend zu prüfen, erscheint daher vielversprechender.