FBI Direktor erklärt Kryptowährungen zur Gefahr – Terrorabwehr wird erschwert

Kryptowährungen
© Michaela Richter, Bitcoin Kurier

Lesedauer für den Artikel: 1 Minute

Kryptowährungen sind nicht zu stoppen

Während einer Anhörung vor dem Sicherheitsausschuss des US-Senats, wurde FBI Direktor Christopher Wray gegenüber Mitt Romney sehr deutlich. Es sei ein sehr großes Problem, dass man nicht mehr in der Lage sei Straftäter und Terroristen zu verfolgen, sofern diese auf Kryptowährungen zurückgreifen.

Insbesondere die Überwachung und Kontrolle von Finanzströmen sei nicht mehr möglich. Darin liege eine Gefahr für die Sicherheit der USA. Aber Wray sieht nicht nur ein Problem in Kryptowährungen.

Seinen Aussagen zufolge sind diverse Verschlüsselungstechnologien ein Teil des Problems für die Sicherheitsbehörden. Dazu gehören etwa verschlüsselte Datenträger, aber auch allgemein verschlüsselte Kommunikation, die sich nicht mehr abhören lässt.


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Seltsame Einschätzung

Die Aussagen des FBI Direktors muten ein wenig seltsam an. Zum einen zeigt sich, dass sich unterschiedliche Terrorgruppen kaum durch Kryptowährungen finanzieren und auch ihre Transaktionen vorwiegend in bar oder per Banküberweisung vornehmen. In diesem Bereich sind Strohmänner und Geldboten international tätig.

Bitcoin und andere Kryptowährungen spielen in diesem Zahlungsverkehr ebenso eine untergeordnete Rolle, wie sie gleichermaßen auch bei der Zahlung legaler Transaktionen noch unbedeutend sind. Dies ergibt ein schlüssiges Lagebild.

Das bedeutet natürlich nicht, dass es keine Transaktionen gäbe, die im Zusammenhang mit illegalen Aktivitäten stehen. Hier sticht überwiegend der Handel illegaler Waren und Dienstleistungen im Darknet hervor.

Eine Empfehlung?

Im Prinzip fragt sich, ob Wray den Terroristen nahelegen möchte ihren bisherigen Methoden auf eine neue technologische Basis zu stellen. Denn er wirbt indirekt dafür, dass gegen staatliche Überwachung tatsächlich ein Kraut gewachsen ist.

Vertrauliche Kommunikation und Kryptowährungen verlangen nicht nach Verboten. Diese wären sowieso nur sehr begrenzt durchsetzbar. Stattdessen muss der Umgang mit diesen Technologien selbstverständlicher werden, denn sie leisten für eine freiheitliche Gesellschaft einen unschätzbaren Beitrag.

Das eine offene und freie Gesellschaft angreifbarer ist, ist nicht von der Hand zu weisen. Freiheit hat eben immer auch einen Preis.

Quelle: Forbes

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