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Ethereum Mining: Nvidia will Grafikkarten weiter beschneiden

Proof of Work

Lesedauer für den Artikel: 3 Minuten

Kompakt:

  • Der Grafikkartenhersteller will die Hashrate für diverse Modelle halbieren.
  • Bisher griff die Maßnahme nur für die RTX 3060.
  • Ob den Gamern dadurch ein Gefallen getan wird, gilt als umstritten.

Nachdem bereits seit Februar die RTX 3060 nur noch die halbe Hashrate liefert, soll das Konzept bald auch auf die wesentlich potenteren Modelle ausgedehnt werden. Grund dafür ist die hohe Nachfrage durch Miner, die es auf Nvidias Karten abgesehen haben, weil sie beim Mining von Ethereum und anderen Altcoins als effiziente Alternative zu ASICs gelten.

Die neuen Karten sollen den Zusatz „Light Hash Rate“ tragen und ab Ende Mai auf den Markt kommen. Daher sind alle Grafikkarten, die vor dem Stichtag produziert worden sind, nicht von der Änderung betroffen.

Eine Einschränkung der Hashrate war bei den Modellen der RTX-3060-Serie bisher nicht erfolgreich. Diese ließ sich durch die Installation eines anderen Treibers leicht aushebeln. Ob die neuen Chips tatsächlich eine Hürde für das Mining darstellen werden, muss sich erst noch zeigen.

Preise könnten explodieren

Sofern es Nvidia gelingen sollte, das Mining einzudämmen, könnte sich das auf die Preise am Gebrauchtmarkt auswirken. Dann wären nämlich alle Modelle, die vor Mai 2021 hergestellt wurden, besonders attraktiv.

Gleichzeitig könnte das wiederum die Grafikkartenpreise im Einzelhandel zumindest kurzfristig auf dem ohnehin hohen Niveau stabilisieren. Denn wenn es auf dem Gebrauchtmarkt keine günstigen Karten gibt, dann haben die Händler keinen Anreiz, die Preise zu senken. Der Kunde hat schließlich keine Wahl. Entweder er zahlt die überhöhten Preise oder er geht leer aus.

Die einzige Bremse, die Gamern helfen könnte, wäre eine Preisbremse. Doch das kann nicht im Interesse der Hersteller und es Handels sein. Letztlich kann der gesamten Industrie egal sein, wer die Karten kauft. Daher ist die Solidarität mit den Gamern nur ein Lippenbekenntnis. Es bleibt abzuwarten, ob die Maßnahmen diesmal effektiv sind und ob sie sich tatsächlich eignen, um die Preise zu normalisieren.

Nach Ethereum kommt ein neuer Coin

Ein kleiner Lichtblick ist die Umstellung auf Ethereum 2.0, denn dann verabschiedet man sich vom Mining. Allerdings blüht der ganze Markt auf und es ist absehbar, dass Miner, die gewerblich aktiv sind, einfach zu einem neuen Coin wechseln werden.

Ein offensichtlicher Kandidat wäre Ethereum Classic, denn hier wird es keine Umstellung geben. Aber es warten Hunderte von Altcoins, die oftmals mit GPU-Rigs hervorragend zu schürfen sind. Ein Einbruch der Nachfrage durch Ethereums Wechsel auf Proof of Stake ist also nicht zu erwarten, denn die erlebte man in der Vergangenheit nur, wenn der ganze Markt in eine bearishe Phase überging.

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