Ethereum

Ethereum: Kurs und Transaktionsgebühren explodieren


Kompakt:

  • Die Transaktionskosten für Ether erreichen ein Rekordhoch.
  • Dies wird durch rege Aktivität auf dem DeFi-Markt bedingt.
  • Experten sehen weiteres Wachstumspotenzial für den Markt.

Decentralized Finance macht wieder von sich reden. Denn erneut erreichten die Transaktionsgebühren auf der Ethereum-Blockchain Rekordwerte. So verdienten laut Glassnode Ethereum-Miner innerhalb einer Stunde rund 500.000 US-Dollar an Gebühren. Lässt man Fälle außen vor, in denen überdurchschnittliche Gebühren gezahlt wurden, so ist das der höchste Verdienst, der jemals zu verzeichnen war.

Die Gebühren betreffen anders als bei klassischen Transaktionen jedoch nicht nur das Versenden von Ether, sondern fallen für sämtliche Aktionen an. Will man auf den Hype aufspringen und über Uniswap einen Token kaufen, dann zahlt man auch dafür teilweise horrende Gebühren. Die Anlage von Kleinstbeträgen ist praktisch nicht mehr lohnenswert, weil die Gebühren direkt zuschlagen.

Auch für die diversen Interaktionen mit den DeFi-Protokollen werden Gebühren fällig, gleiches gilt für das Erstellen von Smart Contracts.

Gute Neuigkeiten für Ethereum

Derweil hat der Markt eine ganz eigene Dynamik, denn obwohl man vergleichsweise tief in die Tasche greifen muss, so ist im Augenblick nichts so beliebt und begehrt wie Ethereum. Gestern erreichte Uniswap ein Handelsvolumen von knapp 1 Milliarde US-Dollar. Auch der Ether-Kurs schwang sich auf neue Höhen.

Damit ist die dezentrale Börse drauf und dran, allen zentralisierten Marktteilnehmern den Rang abzulaufen. Doch die Konkurrenz schläft nicht und die hohen Gebühren eröffnen ihr einen Vorteil. So haben Binance und FTX jeweils ihre eigene DEX gestartet und wollen mit ERC-20 Token interoperabel bleiben.

Gleichzeitig nehmen sie verschiedene DeFi-Token mit in ihr Programm auf. Wer nur spekulieren will, der liegt auf einer zentralisierten Börse, zumindest was die Gebühren angeht, im Augenblick günstiger.

Medala Testnet erhält Zulauf

Das öffentliche Medala Testnet erhält immer mehr Zuwachs und damit zeichnet sich der Wechsel zu Ethereum 2.0 immer weiter ab. Durch die Anzahl der Teilnehmer und durch ihren Einsatz, der sich im Staking befindet, werden die Ergebnisse immer belastbarer.

Denn nur durch die rege Teilnahme bekommen die Entwickler ein Bild davon, wie es wäre, wenn Ethereum den Paradigmenwechsel vollziehen würde.

Ein Umstieg auf Proof of Stake soll die derzeitige Überlastung des Netzwerks heilen. Gleiches gilt für die erneut gestiegenen Gebühren. Wenn alles gut läuft, dann kann der Wechsel Ende 2020 starten.

ETH-Kurs bleibt bullish

Der Ethereum-Kurs hat in den letzten Tagen nochmal stramm zugelegt. Ein Blick auf das wöchentliche Chart verrät, dass dies jedoch nur der Anfang gewesen sein könnte. Sofern man es schafft, die 500 US-Dollar Marke hinter sich zu lassen, könnte dies der Auftakt für eine langanhaltende Rallye werden.

Das famose Wachstum des DeFi-Marktes kommt bisher nur Ethereum wirklich zugute. Andere Projekte versuchen zwar, auf das Thema aufzuspringen, doch ähnlich wie bei dem ICO-Hype gibt es nur eine Plattform, die als das Original gilt. Auch in dieser Hinsicht sind die Aussichten für Ethereum positiv.

Dies offenbart jedoch auch die größte Schwachstelle. Sofern sich DeFi übernimmt und der Markt kippen sollte, so dürfte sich das auch negativ auf den ETH-Kurs auswirken.

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