Ethereum: Anonyme Transaktionen mit Tornado Cash

Tornado
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Privatsphäre wird ein Thema

Nachdem sich letzte Woche die Pläne von Litecoin konkretisierten haben, setzt nun auch Ethereum auf anonymisierte Transaktionen. Während bei Litecoin die Entwickler an der Implementierung des MimbleWimble Protokolls arbeiten, handelt es sich bei Tornado Cash um eine externe Lösung.

Daher findet die Verschleierung nicht auf Ebene des Protokolls statt, sondern über einen Service, der es ermöglichen soll sogenannte „Zero-Knowledge Proofs“ zu nutzen. Daher ist nach dem Abschluss einer Transaktion nicht mehr ersichtlich, wer Sender und wer Empfänger war.

Möglich gemacht wird das Ganze über einen Smartcontract an den die Nutzer die Einlagen überweisen. Von dort aus wird dann die Verbindung gekappt und an den eigentlichen Empfänger überwiesen. Im Prinzip ist Tornado Cash einem Mixing Service sehr ähnlich.


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Kleinere Nachteile

Ein Problem des Service ist der Umstand, dass die Zieladresse schon Ethereum halten muss, damit eine verschleierte Transaktion möglich wird. Damit können Transaktionen, die in bestimmten Konstellationen erfolgen sollen ein Problem werden.

So zum Beispiel dann, wenn man Geld an sich selber versenden möchte. Schließlich müsste dann auf der neuen Zieladresse bereits etwas ETH liegen und das müsste ja aus einer anderen Quelle stammen, als Tornado Cash. Die App bietet hier zwar auch eine Lösung an, jedoch dürfte diese für den Mainstream noch zu kompliziert sein.

Hinzu kommt ein grundsätzliches Problem, was alle Kryptowährungen teilen, die Transaktionen nicht automatisch verschleiern. Alle unverschleierten Transaktionen, in der Praxis ist das meistens die überwiegende Mehrheit, können als Datenmaterial dienen, um verschleierte Transaktionen zu enttarnen.

Daher helfen solche Maßnahmen nur bedingt, bieten jedoch einen gewissen Datenschutz. Wer ganz sichergehen will, der muss auf Kryptowährungen setzen, die alle Transaktionen, ohne Ausnahme verschleiern.

Überwachung geplant

Die Überwachung nimmt zu und ihr Ausbau ist auf internationaler Ebene beschlossene Sache. Die USA sind federführend bei dem Versuch Nutzer von Kryptowährung gläsern zu machen. Ihr Vorstoß wurde auf die G7 ausgedehnt.

Ende der Woche wurde bekannt, dass rund 15 Nationen daran arbeiten werden ein weltweites System zur Überwachung der Nutzer von Kryptowährungen zu entwickeln. Zuvor hieß es aus unbekannten Quellen, dass Japan an einer Lösung zur Überwachung von Krypto-Transaktionen arbeiten will, die SWIFT ähneln soll.

Damit bekommt das Thema Datenschutz eine immer größere Bedeutung, denn auf Dauer soll die Überwachung wohl auf private Firmen ausgelagert werden. Somit steigt auch das Interesse an Mixern und Privacy Coins.

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