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El Salvador: Druck auf die Regierung steigt – USA gegen Bitcoin

Druck Bitcoin
Bildquelle: Greg Montani, pixabay.com

Lesedauer für den Artikel: 2 Minuten

Kompakt:

  • Die USA machen Druck auf El Salvador, weil Bitcoin effektiv als zweite Landeswährung eingeführt wurde.
  • Zuvor stellt sich der Internationale Währungsfonds bereits quer.
  • Die Weltbank verweigerte ebenfalls ihre Hilfe bei der Einführung von Bitcoin.

El Salvador hat seit einigen Wochen effektiv zwei Landeswährungen. Den US-Dollar und Bitcoin. Dabei möchte der lateinamerikanische Staat den Dollar nicht abschaffen, sondern Bitcoin parallel als gesetzliches Zahlungsmittel einführen. Zu diesem Zweck wurden eine ganze Reihe von Maßnahmen ergriffen, um die Einführung erfolgreich zu bewältigen.

Mitte Juni machte der IWF klar, dass man zwar El Salvadors Experiment mit Bitcoin interessiert beobachte, aber das Land mit seinen Plänen alleine dasteht. Denn der IWF will nicht bei der Einführung helfen oder unterstützen. Gleichermaßen will man aber auch nicht intervenieren und stellt sich zumindest dem Bekenntnis nach, nicht offen gegen Bitcoin.

Letztlich beinhaltete diese Botschaft aber auch eine Warnung, denn El Salvador ist dauerhaft auf die Hilfe durch den IWF und seine Programme angewiesen. Verfolgt man diesen Kurs also weiter, dann ist aus dieser Richtung wahrscheinlich nichts mehr zu erwarten.

USA mit deutlicher Warnung

Gestern sorgte dann eine Meldung der Nachrichtenagentur AFP für Aufsehen, die über France24 ihre Verbreitung fand. Demnach soll die unter Präsident Joe Biden reaktivierte Diplomatin Victoria Nuland in einem Gespräch mit Präsident Bukele deutlich vor einer unzureichenden Regulierung von Bitcoin gewarnt haben.

Eine unverhohlene Drohung, denn El Salvador plant Bitcoin als echte Alternative zum US-Dollar zu entdecken, der vor rund 20 Jahren als Landeswährung eingeführt wurde. Sollte El Salvador mit Bitcoin erfolgreich sein, dann könnten weitere Staaten sich daran ein Beispiel nehmen und sich mit BTC verselbstständigen.

Addiert man noch hinzu, dass Nuland als aggressive Krawall-Diplomatin gilt, die während eines abgehörten Telefonats mit der Parole „Fuck the EU“ aufgeflogen ist, dann ist der Ratschlag, bei der Regulierung von Bitcoin sorgfältig zu sein, mehr als ein Wink mit dem Zaunpfahl.

Prognose: Cyberterrorismus muss gestoppt werden

Es ist kein abwegiger Gedanke, dass die USA dem lateinamerikanischen Land ein eigenes Label aufdrucken könnten. Bitcoin lässt sich prima in einen Kontext mit Cyberterrorismus rücken. Nuland leistete hier bereits Vorarbeit und sprach davon, dass die USA Bitcoin auch wegen der Cyberattacke auf die Colonial Pipeline im Blick habe.

El Salvador ist so klein, dass man das Land mit Sanktionen empfindlich treffen kann. Auch die Opposition hat sich bereits gegen Bukeles Bitcoin-Reform ausgesprochen. Mit genügend Druck ließen sich die Verhältnisse sicherlich wieder umkehren.

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