Sicherheit

Ehemaliger Ripple CTO sperrt sich aus – 7002 BTC unerreichbar

Ripple CTO Bitcoin Wallet
© Michaela Richter, Bitcoin Kurier

Lesedauer für den Artikel: 2 Minuten

Kompakt:

  • Mit seiner Geschichte landete Stefan Thomas in der New York Times.
  • Der Ex-CTO von Ripple verlor sein Passwort für sein Bitcoin-Wallet.
  • Er hat nur noch zwei Versuche, es freizuschalten oder er verliert 7.002 BTC.

Ein Drama der ganz anderen Art. Während viele Menschen dem Problem begegnen müssen, gegen Armut anzukämpfen, geht es dem ehemaligen CTO von Ripple genau umgekehrt. Vor seiner Nase sitzen 7.002 BTC, doch diese sind unerreichbar.

Das Wallet ist über einen sogenannten „IronKey“ gesichert, der nach 10-maliger Falscheingabe des Passworts alle Daten unwiederbringlich verschlüsselt und unzugänglich macht. Eine wahrlich bittere Pille, denn acht Fehlversuche sind bereits erfolgt.

Damit sind nur noch zwei Versuche übrig, um ein Vermögen von aktuell 245 Millionen US-Dollar freizuschalten oder im Falle einer zweimaligen Falscheingabe zu verlieren.

Selbstverwahrung braucht Verantwortung

Das Problem ist nicht neu und deprimiert immer wieder Anleger, die ihrem Investment zu wenig Aufmerksamkeit schenken. Gerade Personen, die sehr früh in Bitcoin investiert haben, sind von dem Phänomen häufiger betroffen. Verlorene Festplatten, Seeds, Private-Keys und Passwörter sind in vielen Fällen leicht zu erklären.

Schließlich hatte Bitcoin in jungen Jahren keinen hohen Wert und galt daher vielen als experimentell. Das BTC eines schönen Tages ein Allzeithoch von 42.000 US-Dollar verzeichnen könnte, hat sich vermutlich kaum jemand vorstellen können. Dementsprechend kursieren immer wieder Wortmeldungen von Betroffenen auf Social Media und ihre Geschichten in der Presse.

Wie die New York Times berichtet, sucht Thomas aber wohl die Zerstreuung. Das Wallet ist an einem sicheren Ort untergebracht, sodass er nicht mehr den ganzen Tag daran denken muss. Vielleicht wird ihm eines Tages ein Kryptografieexperte helfen können, um an das Vermögen heranzukommen.

Aus den Fehlern lernen

Abseits dieser dramatischen Entwicklung für seine Person gibt es aber eine wichtige Lektionen, die daraus gelernt werden können. Auch wenn Bitcoin nun bereits einen langen Weg zurückgelegt hat und eine unglaubliche Wertsteigerung erlebte, so mahnt die Geschichte zu mehr Achtsamkeit im Umgang mit Kryptowährungen.

Schließlich könnte Bitcoin immer noch im Wert steigen und auch viele Altcoins und Token haben prinzipiell ein hohes Potenzial. Hier empfiehlt es sich, den sicheren Umgang mit Wallets, Seeds und Backups zu erlernen und auch vermeintliche Kleinstbeträge ernst zu nehmen.

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