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Deutsches Unternehmen will sich mit Bitcoin gegen Inflation absichern

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© Michaela Richter, Bitcoin-Kurier

Kompakt:

  • Das Pharmaunternehmen SynBiotic SE gab gestern bekannt, sich mit Bitcoin eindecken zu wollen.
  • Als Grund gab man das mögliche Szenario einer Entwertung des Euros und des US-Dollars an.
  • Eine redaktionelle Anfrage ergab, dass man plant, mindestens 10 % des Barvermögens in BTC umzuwandeln.

Cannabis ist ein aufstrebender Industriezweig, der insbesondere in den USA durch Lockerungen in einigen Bundesstaaten einen großen Aufschwung erlebt hat. In Deutschland ist das Thema noch mit vielen Tabus und nicht zuletzt einer politischen Debatte über den Nutzen und mögliche Gefahren der Legalisierung von Cannabis verknüpft.

Ein erster Erfolg für die Befürworter ist die pharmazeutische Anwendung von Cannabis, die sehr streng reguliert und beaufsichtigt wird. Die SynBiotic SE vereint verschiedene Unternehmen aus der Industrie unter ihrem Dach. Das junge Unternehmen ist außerdem an der Börse notiert (WKN: A2LQ77) und beschäftigt die Fachpresse der einschlägigen Krypto-Medien.

Denn gestern gab man per Pressemitteilung bekannt, dass SynBiotic einen Teil des Barvermögens in Bitcoin investieren will.

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Bitcoin als Schutz vor Entwertung des Euros

Eine redaktionelle Anfrage des Bitcoin-Kuriers ergab, dass SynBiotic wenigstens 10 % seines Barvermögens investieren will. Eine konkrete Zahl wollte man jedoch vor der eigentlichen Transaktion nicht nennen.

Grund für die Entscheidung ist die Befürchtung, dass sich das Horrorszenario einer Geldentwertung in der Eurozone einstellen könnte. Hier sieht das Unternehmen einen möglichen Schutz durch die strenge Limitierung von Bitcoin. Außerdem ist BTC in der Cannabis-Industrie bereits angekommen, weil Zahlungsdienstleister Geschäfte mit Unternehmen aus diesem Zweig häufig als problematisch ansehen.

Daher akzeptieren beispielsweise viele Shops, die CBD-Produkte an Endverbraucher verkaufen bereits Bitcoin.

MicroStrategy hat es vorgemacht

SynBiotic ist sicher nicht das erste deutsche Unternehmen, welches Bitcoin kauft, aber immerhin das erste wahrnehmbare börsennotierte Unternehmen, welches sich zu der Entscheidung öffentlich bekennt.

Damit macht das Modell von MicroStrategy CEO Michael Saylor zunehmend Schule und scheint auch im kleinen Deutschland angekommen zu sein. Derweil durchbrach BTC die Marke von 50.000 US-Dollar, nachdem gestern bereits ein erster vorsichtiger Test erfolgte.

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